Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Blaulicht Falschgeld-Vorwurf: Freispruch für Celler
Celle Blaulicht Falschgeld-Vorwurf: Freispruch für Celler
11:16 13.11.2018
Das Falschgeld gelangte am 17. Juni 2018 an einer Tankstelle an der Hannoverschen Heerstraße in die Kasse. Quelle: Christian Link
Celle

Wegen Geldfälschung und Inverkehrbringen von Falschgeld musste sich ein junger Celler vor dem Celler Amtsgericht verantworten. Das Gericht hatte den Anklagepunkt in zwei Verhandlungstagen durch Zeugenaussagen analysiert und sprach den Angeklagten nach Ende der Beweisaufnahme frei.

Der Vorfall ereignete sich am 17. Juni 2018 an einer Tankstelle an der Hannoverschen Heerstraße. Der Angeklagte und ein guter Kumpel suchten die Tankstelle auf, um Zigaretten zu kaufen und um einen Kaffee zu trinken. Die beiden erledigten dort häufiger kleine Einkäufe und kamen dort mit dem Verkäufer, ebenfalls ein guter Bekannter, ins Gespräch. Sowohl der Kumpel an der Seite des Angeklagten als auch der Verkäufer in der Tankstelle waren als Zeugen geladen.

Der Angestellte der Tankstelle kann sich noch genau an den Tag erinnern. „Es war ein Sonntag und die beiden – der Angeklagte und sein Freund – kamen in den Verkaufsraum, kauften Zigaretten und bezahlten mit einem Hundert-Euro-Schein. Wenig später verlangten die beiden noch einen Kaffee und der Angeklagte bezahlte nochmals mit einem Hundert-Euro-Schein. „Ich kannte ja die beiden, und da viel Betrieb in dem Verkaufsraum war, habe ich die beiden Geldscheine nicht durch den Automaten geprüft, sondern gleich in die Kasse gelegt und das Wechselgeld herausgegeben. Nach circa einer halben Stunde sind die beiden dann wieder gegangen“, so der Zeuge.

Erst am nächsten Tag meldete sich seine Chefin bei ihm und sagte, dass zwei Hundert-Euro-Scheine Falschgeld sind. Aufgrund der Video-Aufzeichnungen wurde dann vermutet, dass der Angeklagte die beiden „Blüten“ gehabt haben muss und damit bezahlte. Die Chefin erstattete dann Anzeige und so kam es durch die Staatsanwaltschaft zu dieser Anklage.

Der zweite Zeuge – der Kumpel des Angeklagten – kann sich auch noch genau an den Vorfall erinnern: „An diesem Tag war das Länderspiel Deutschland – Mexiko, das weiß ich noch genau.“ Er bestätigte die Aussage des Verkäufers in der Tankstelle. Als er dann von dem Falschgeld erfuhr, hat er den Angeklagten befragt. Dieser war überrascht und sagte „das Geld war gut“. Er hatte es von seiner Mutter, die eine Pizzeria betreibt, bekommen, um Kleingeld für die Tageskasse zu besorgen.

Am Ende der Beweisaufnahme war dem Richter als auch dem Staatsanwalt klar, dass der Vorwurf der Geldfälschung nicht zutrifft. Dass die „Geldblüten“ in den Zahlungsverkehr gebracht wurden, wurde als „Fahrlässigkeit“ und nicht als Vorsatz gewertet. „Die falschen Scheine waren so gut, dass nur ein Experte die Fälschung erkannt hätte“ – das war die einhellige Aussage von Staatsanwalt, Gericht und Verteidigung. Der Vorsitzende Richter verkündete das Urteil: „Freispruch für den Angeklagten.“ Die Kosten des Verfahrens trägt die Landeskasse.

Von Günther Borchers

Am Dienstagmorgen (13.11.2018) übersah der 46 Jahre alte Fahrer eines PKW Renault an der Hannoverschen Heerstraße einen Radfahrer und stieß mit diesem zusammen.

13.11.2018

Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt veranstaltet anlässlich des Aktionstages "Nein zu Gewalt an Frauen!" eine Fachtagung.

12.11.2018

Seit Mitte September kommt es in Wathlingen wiederholt zu Sachbeschädigungen an Schildern und Holzkreuzen, die von Mitgliedern der "Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen" aufgestellt bzw. an Zäunen oder Carports angebracht worden sind.

12.11.2018