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Blaulicht Schomburg zurück zum Verfassungsschutz
Celle Blaulicht Schomburg zurück zum Verfassungsschutz
15:12 13.06.2010
Von Ralf Leineweber
Birgit Thieme übernimmt nach dem Weggang von Gerd Schomburg kommissarisch die Leitung der Polizeinspektion Celle. Wechsel an Celler Polizeispitze: - Schomburg zurück zum Verfassungsschutz - Nachfolge offen: Birgit Thieme übernimmt kommissarisch die Leitung der Inspektion - CELLE (ber). Gerd Schomburg, bisheriger Leiter der Polizeiinspektion Celle, wechselt ab Montag in die für den Verfassungsschutz zuständige Abteilung 6 des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Integration. Dies gab die Polizeidirektion Lüneburg gestern bekannt. Schomburg werde dort „eine neue, verantwortungsvolle Tätigkeit aufnehmen“, hieß es. Zuvor hatte der Präsident der Polizeidirektion, Friedrich Niehörster, die Führungsverantwortlichen in Celle persönlich über den „Dienststellenwechsel in beiderseitigem Einvernehmen“ informiert. - Nach CZ-Informationen hatte sich Schomburg mit juristischen Mitteln gegen einen Wechsel zu wehren versucht. Der 50-Jährige kehrt nun dorthin zurück, woher er im Sommer 2000 nach Celle gekommen war, denn das seinerzeitige Landesamt für Verfassungsschutz entspricht der heutigen Abteilung 6 im Ministerium. - Die Geschäfte der Polizei in Celle führt bis auf weiteres die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, Birgit Thieme. „Eine Nachfolgeregelung für die Inspektionsleitung wird zügig erarbeitet, dürfte jedoch nicht in den allernächsten Tagen zu erwarten sein“, heißt es aus Lüneburg. - Schomburg waren in der Vergangenheit Defizite in der Personalführung vorgeworfen worden. Unter anderem war von „wiederholten Probleme auf der menschlichen Ebene“ die Rede, zudem sei der Krankenstand in der Celler Dienststelle deutlich höher als andernorts, wofür ebenfalls der bisherige Leiter verantwortlich gemacht wird. Fachlich habe er sich dagegen nichts zuschulden kommen lassen, betonten selbst Kritiker. - Andere Stimmen vermuteten hinter den zuletzt immer massiveren Vorwürfen gegen Schomburg einen Racheakt von Be Quelle: nicht zugewiesen
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Zuvor hatte der Präsident der Polizeidirektion, Friedrich Niehörster, die Führungsverantwortlichen in Celle persönlich über den „Dienststellenwechsel in beiderseitigem Einvernehmen“ informiert. Nach CZ-Informationen hatte sich Schomburg allerdings zunächst mit juristischen Mitteln gegen einen Wechsel zu wehren versucht.

Der 50-Jährige kehrt dorthin zurück, woher er im Sommer 2000 nach Celle gekommen war, denn das seinerzeitige Landesamt für Verfassungsschutz entspricht der heutigen Abteilung 6 im Ministerium.

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Die Geschäfte der Polizei in Celle führt bis auf weiteres die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, Birgit Thieme. „Eine Nachfolgeregelung für die Inspektionsleitung wird zügig erarbeitet, dürfte jedoch nicht in den allernächsten Tagen zu erwarten sein“, heißt es aus Lüneburg.

Schomburg waren in der Vergangenheit Defizite in der Personalführung vorgeworfen worden. Unter anderem war von „wiederholten Probleme auf der menschlichen Ebene“ die Rede, zudem sei der Krankenstand in der Celler Dienststelle deutlich höher als andernorts, wofür ebenfalls der bisherige Leiter verantwortlich gemacht wird. Fachlich habe er sich dagegen nichts zuschulden kommen lassen, betonten selbst Kritiker.

Andere Stimmen vermuteten hinter den zuletzt immer massiveren Vorwürfen gegen Schomburg einen Racheakt von Beamten, denen dieser wegen dienstlicher Verfehlungen „auf die Füße treten musste“. Für schlechte Stimmung in der Dienststelle habe demnach allein die hohe Arbeitsbelastung gesorgt.

Birgit Thieme übernimmt nach dem Weggang von Gerd Schomburg kommissarisch die Leitung der Polizeinspektion Celle. Archivfoto: Müller