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Blaulicht Warnhinweis - Abzocke durch Gewinnversprechen
Celle Blaulicht Warnhinweis - Abzocke durch Gewinnversprechen
16:05 10.01.2018
Bergen

Das schulte

Personal, das sich als Mitarbeiter von Rechtsanwaltskanzleien oder

Sicherheitsunternehmen ausgibt, suggeriert den Betrugsopfern sehr

geschickt, dass sie einen hohen Gewinn zu erwarten haben. Zur

Verschleierung ihrer Herkunft nutzen die Betrüger das sogenannte Call

ID Spoofing, einer verbotenen Methode, mit der das Kommunikationsnetz

derart konfiguriert werden kann, dass den Angerufenen eine seriöse

Rufnummer angezeigt bzw. vorgetäuscht wird.

"Sie haben gewonnen!", mit diesem Worten erhielt ein 27 Jahre

alter Mann aus Bergen vor wenigen Tagen eine telefonische

Gewinnbenachrichtigung über einen sehr hohen Bargeldbetrag. 69.000

Euro sollten zur Auszahlung kommen und direkt zu ihm nach Hause

gebracht werden. Der einzige Wermutstropfen war, dass 900 Euro für

Zustell- und Notarkosten anfielen. Zur Begleichung der Kosten sollte

der Mann Steam-Karten erwerben und das darauf befindliche Guthaben,

durch Übermittlung der Codenummern, der Anruferin zugänglich machen.

Der 27-Jährige hegte zunächst auch keinen Argwohn, da er in der

Vergangenheit tatsächlich an Gewinnspielen teilgenommen hatte und ein

Gewinn somit nicht abwegig erschien. Er kaufte die Steam-Karten, die

im Internet als unbare Zahlungsgutscheine verwendet werden, und

übermittelte die Codes. Im Ergebnis wurde der 27-Jährige um sein

eingesetztes Geld betrogen und den versprochenen Gewinn gab es auch

nicht.

Die Polizei rät:

- Halten Sie immer ein gesundes Misstrauen gegenüber fremden

Anrufern wach.

- Prüfen Sie kritisch, ob ein Gewinn überhaupt zutreffen kann.

- Geben Sie keine persönlichen Daten am Telefon preis.

- Zahlen Sie vorab kein Geld, um in den Genuss der versprochenen

Leistung zu kommen.

- Beenden Sie das Gespräch und informieren Sie die Polizei.

Von Polizeiinspektion Celle

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Wenn sie die Rechnung in die Hand nimmt, schüttelt sie ungläubig den Kopf. „Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich den Betrag gesehen habe“, sagt Daniela Schütt, die ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Die 21 Jahre alte Frau und ihr 24 Jahre alter Freund hatten sich am Freitagabend aus ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Heese in Celle ausgesperrt – und mussten dem gerufenen Schlüsseldienst 859 Euro zahlen. Verbraucherzentralen warnen schon länger vor Lockangeboten unseriöser Schlüsseldienste.

Christoph Zimmer 09.01.2018