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Blaulicht Wohnmobil brennt in Baven nieder
Celle Blaulicht Wohnmobil brennt in Baven nieder
17:00 09.08.2018
Gestern um 0.47 Uhr wurden die Feuerwehren Hermannsburg und Baven in die Straße "Zur Brunau" alarmiert, wo ein Wohnmobil im Flammen stand. Besitzer Stefan Dzaak kann es nicht glauben. Er wollte mit seiner Familie Anfang September in den Urlaub fahren. Quelle: Daniel Schulz / Feuerwehr Südheide
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Baven

Freund Jürgen Rodenhorst wurde eine Stunde nach Mitternacht durch Knistern und Knallen geweckt und sah mit Schrecken, dass es brennt. Ohne sich anzuziehen, rannte er nach draußen und sah das Wohnmobil in Flammen stehen. Sofort verständigte er die Feuerwehr, die schon vier Minuten später mit gut 50 Feuerwehrkameraden aus Hermannsburg und Baven vor Ort war. Bis dahin nahm Rodenhorst selbst den Wasserschlauch in die Hand und versuchte wenigstens seine angrenzende Scheune vor den Flammen zu schützen.

"Es ist ein Schock, ich bin immer noch sprachlos", sagt Dzaak, der nur 300 Meter Luftlinie entfernt wohnt und schon bei sich zu Hause Explosionen hörte, die von den Reifen seines Wohnmobils stammten. "Ich bin nur froh, dass nicht auch noch die Scheune in Flammen aufging", sagt er nicht nur aus Freundschaft zu Rodenhorst. An dem Haus des Freundes hängen auch für ihn persönliche Erinnerungen, denn es war einst sein Elternhaus. Später zog er 300 Meter entfernt in ein neues Heim, das Elternhaus kauften die Freunde.

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Für Dzaak wie auch Rodenhorst ist der Brand unerklärlich. "Hätte ich das Wohnmobil gerade erst dort abgestellt, hätte ich es mir erklären können. Aber es stand bereits rund acht Stunden dort, bevor es in Brand geriet". Über die Ursache habe er sich Gedanken gemacht und auch seine eigenen Theorien, er wartet jetzt aber auf die Untersuchungen der Brandermittler, die Gewissheit bringen sollen, was geschehen ist.

Bis dahin bleibt das ausgebrannte Wohnmobil vor dem Haus der Familie Rodenhorst stehen und ist momentan auch noch durch Absperrband der Polizei als "Tatort" gekennzeichnet. Erst wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, darf aufgeräumt werden. Das ist für die beiden Familien besonders schwer. Denn nicht nur, dass auch am Tag danach noch ein deutlicher Brandgeruch zu vernehmen ist, sie müssen auch noch täglich das sehen, was vom Wohnmobil übrig geblieben ist.

Besonders schlimm ist für Dzaak und seine Familie, dass es am 2. September mit dem Wohnmobil in den Urlaub nach Kroatien gehen sollte. Viele persönliche Dinge und Campingausrüstung waren bereits im Fahrzeug. Und in Erinnerung bleibt auch der Kilometerstand: "Exakt 11.298 Kilometer waren es", sagt Dzaak traurig, der jetzt hofft, durch die Versicherung wenigstens den größten Teil des Schadens bezahlt zu bekommen. (bis)

Von Birgit Stephani