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Aus dem Landkreis Hochwasserschutz geht in Celle langsam voran
Celler Land Aus dem Landkreis Hochwasserschutz geht in Celle langsam voran
15:29 12.02.2020
Von Simon Ziegler
Bei Hochwasser gesperrt: Die Fuhse-Unterführung an der Schwedenbrücke in Celle. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Seit Jahren geht es beim Hochwasserschutz im Kreis Celle kaum voran. Vor fünf Jahren haben sich die Aller-Kommunen von Verden bis Meinersen getroffen, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Schließlich kennt Hochwasser keine Gemeindegrenzen. Doch bis heute gibt es kaum Fortschritte. Jedenfalls keine sichtbaren in Form höhere Dämme.

Hochwasserschutz-Konzept für die Aller

Der Flotwedeler Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf sagte jetzt der CZ, dass im dritten Quartal dieses Jahres ein Hochwasser-Konzept für die Aller vorgelegt werden soll. Darin werden konkrete Vorschläge stehen, wie die Bürger vor Wasserfluten besser geschützt werden können. Es geht um Dämme, Ausgleichsflächen für das Wasser und den Einsatz der Feuerwehren.

Land fordert Partnerschaften

Pohndorf hat Verständnis für Kritiker, die beklagen, dass sich bisher so wenig getan habe. Er erläutert, dass das Land Niedersachsen Hochwasser-Partnerschaften gefordert habe. "Wer Fördermittel für Bauten haben will, mus Mitglied in einer Hochwasserpartnerschaft sein", so Pohndorf.

15 Partner bei Fuhse-Aue-Erse

Der Verwaltungschef im Flotwedel arbeitet nicht nur am Aller-Konzept mit, sondern ist auch in der der Hochwasser-Partnerschaft Fuhse-Aue-Erse dabei. 15 Partner, darunter die Stadt Celle sowie die Samtgemeinden Flotwedel und Wathlingen, engagieren sich seit 2019 für einen effizienten Hochwasserschutz in diesem Bereich. Zwei Jahre ist Zeit für die Erstellung eines Konzeptes. Das Projekt wird vom Land Niedersachsen mit 160.000 Euro gefördert.

So geht es jetzt weiter

„Die Arbeit geht gut voran. Es wurden bereits rund 50 Maßnahmen in den Regionen identifiziert. Wir prüfen nun weitere Schritte, die dann gemeinsam in den Katalog einfließen und im Anschluss priorisiert werden sollen", sagte eine Sprecherin des Steuerkreises Hochwasserschutz in Peine. In regionalen Arbeitsgruppen werden verschiedene Ansätze diskutiert. „Wir haben neben Rückhaltebecken, Linienschutz und Poldern sowie der Abflusssteuerung auch den Objektschutz, die Gewässerunterhaltung sowie die Gewässer- und Auenentwicklung im Blick. Erstmals widmen wir uns der Starkregenvorsorge“, sagte Ingenieurin Beatrice Kausch vom Wasserverband Peine.

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