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Aus dem Landkreis Niedersachsen meist für Atomendlager geeignet
Celler Land Aus dem Landkreis

Auch Teilgebiete von Celle: Niedersachsen meist für Atomendlager geeignet

14:38 28.09.2020
Blick in den Empfangsbereich im Zwischenlager für hochradioaktiven Abfall.  Quelle: Björn Vogt
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Unterlüß

Ein Großteil Niedersachsens kommt zumindest geologisch für ein Atommüll-Endlager infrage. Der am Montag in Berlin vorgestellte Bericht zu den geeigneten Regionen in Deutschland zeigt in Niedersachsen sich teils überlappende Teilgebiete mit zusammengerechnet 41 507 Quadratkilometern auf. Die Landesfläche beträgt 47 614 Quadratkilometern.

Gorleben spielt bei künftiger Endlagersuche keine Rolle

Nach Erkenntnissen der Bundesgesellschaft für Endlagerung spielt der jahrzehntelang umstrittene Salzstock Gorleben bei der künftigen Endlagersuche allerdings keine Rolle mehr. Mit Lutterloh war zuletzt auch ein Ort im Landkreis Celle für das Endlager im Gespräch.

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Protest gegen mögliches Endlager in Lutterloh im Landkreis Celle

Der Salzstock Lutterloh bei Unterlüß war zuletzt ebenfalls als Endlager für Atommüll im Gespräch. Doch die Bürgerinitiative LIST verwies auf 25 Jahre altes Gutachten, wonach Lutterloh als Endlager ungeeignet sei.

Geringfügig mehr Teilgebietsflächen als in Niedersachsen werden im Vergleich der Bundesländer nur in Bayern mit 41 818 Quadratkilometern ausgewiesen. Überlappungen von Teilgebieten ergeben sich dadurch, dass sich im selben Landstrich in unterschiedlicher Tiefe unter der Erde mehrere geeignete Gesteinsarten befinden können.

54 Prozent der Landesfläche in Deutschland als Teilgebiet ausgewiesen

Berücksichtigt man die Überlagerung einiger Gebiete, ist laut Bericht in Deutschland ein Anteil von 54 Prozent der Landesfläche als Teilgebiet ausgewiesen, insgesamt rund 194 000 Quadratkilometer. Weitere Bundesländer mit großen Teilgebietsflächen sind Schleswig-Holstein (17 670 Quadratkilometer), Baden-Württemberg (16 848), Brandenburg (16 310) sowie Sachsen-Anhalt (12 263) und Mecklenburg-Vorpommern (12 057).

45 Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen von Teilgebieten betroffen

In Niedersachsen sind 45 Landkreise und kreisfreie Städte von einem oder mehreren der 56 Teilgebiete betroffen. Dies sind die Kreise Ammerland, Aurich, Celle, Cloppenburg, Cuxhaven, Diepholz, Emsland, Friesland, Gifhorn, Goslar, Göttingen, Grafschaft Bentheim, Hameln-Pyrmont, Harburg, Heidekreis, Helmstedt, Hildesheim, Holzminden, Leer, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Nienburg, Northeim, Oldenburg, Osnabrück, Osterholz, Peine, Region Hannover, Rotenburg, Schaumburg, Stade, Uelzen, Vechta, Verden, Wesermarsch, Wittmund und Wolfenbüttel. Die betroffenen Städte sind Braunschweig, Delmenhorst, Emden, Oldenburg, Osnabrück, Salzgitter, Wilhelmshaven und Wolfsburg.

Von Dpa

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