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Aus dem Landkreis Nabu sucht fleißige Celler Helfer für die Kröten
Celler Land Aus dem Landkreis Nabu sucht fleißige Celler Helfer für die Kröten
09:39 18.02.2020
Von Jürgen Poestges
Quelle: Patrick Pleul
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Celle

Nach einer stürmischen Kältephase stehen jetzt niedersachsenweit wieder höhere Temperaturen und weitere Niederschläge an – ideale Bedingungen für Amphibien, um sich auf die alljährliche Wanderung zu ihren Laichplätzen zu begeben. „Spätestens am Wochenende werden die Tage und Nächte vielerorts mild und niederschlagsreich ausfallen, die Wanderungen werden dann noch zunehmen“, sagt Andrea Pohlen, Leiterin der Nabu-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland.

Amphibienwanderung startet früher als gewöhnlich

An einigen Stellen wurden aufgrund des milden Winters bereits Einzeltiere von Grasfrosch und Kammmolch in sogenannter Wassertracht beobachtet. Die jährliche Amphibienwanderung startet damit etwa drei Wochen früher als gewöhnlich. An den kommenden Wochenenden bedeutet das für zahlreiche Nabu-Aktive: Schutzzäune aufbauen und Fangeimer eingraben.

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Eine Erdkröte wird an einem Krötenschutzzaun nahe einer Straße von einer Nabu-Mitarbeiterin aus einem Eimer genommen.  Quelle: Holger Hollemann

Ehrenamtliche tragen Frösche über Straße

Die anwandernden Tiere sammeln sich in Eimern, werden über die Straße getragen, statistisch erfasst und wieder freigelassen. Interessierte sind gerne eingeladen sich bei dem Schutz der Tiere mit einzubringen. „Zusätzliche Helfer sind stets hochwillkommen. Auch für Anfänger ist diese Tätigkeit gut geeignet. Die wandernden Amphibien benötigen unsere Rücksicht und Hilfe“, appelliert Andrea Pohlen, „viele Gruppen in der Region betreuen in den kommenden Wochen Krötenzäune und erläutern gerne den Einsatz für diese Tiere“. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre es um unsere Kröten und Frösche deutlich schlechter bestellt.

Ein Krötenzaun soll die Tiere vor der gefährlichen Straße schützen. Quelle: Fremdfotos/eingesandt

Fuß vom Gaspedal bei Gefahrenzeichen

Doch nicht überall können Zäune aufgestellt werden, in manchen Bereichen mit hohem Amphibienaufkommen findet sich deswegen das Gefahrenzeichen „Amphibienwanderung“, welches davor warnt, dass Tiere die Fahrbahn überqueren. Die Nabu-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland bittet darum, vor allem an solchen Abschnitten Rücksicht zu nehmen auf wandernde Kröten, Frösche und Molche. „Dazu gehört auch, sich vor allem in den Nacht- und frühen Morgenstunden vorsichtig auf den Straßen zu bewegen und die Geschwindigkeit in den gekennzeichneten Bereichen zu reduzieren“, so Pohlen.

Früh unterwegs: Die milden Temperaturen und das feuchte Wetter sorgen dafür, dass sich bereits erste Kröten auf Wanderschaft begeben.  Quelle: Markus Hibbeler

Allein in Niedersachsen sind Amphibienschützer der Nabu-Gruppen an über 140 Standorten aktiv, stellen Fangzäune auf und legen bisweilen auch Ersatzlaichgewässer an.

Gefährliche Strecke für Kröten

Bereits während der Kaulquappenphase erfolgt die Prägung der Amphibien auf das Laichgewässer. Zur Fortpflanzung kehren viele Arten an ihr Geburtsgewässer zurück. Die Winterquartiere wie Hecken, Kiesgruben, Wälder aber auch Gärten liegen in bis zu 500 Metern Entfernung von den Laichgewässern, in denen Kröten, Frösche und Molche auf Paarungssuche gehen. Eine gewaltige und gefährliche Strecke für die Tiere.

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