Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Aus dem Landkreis Fahrgäste über digitale Infotafeln informieren
Celler Land Aus dem Landkreis Fahrgäste über digitale Infotafeln informieren
12:20 01.02.2019
Von Carsten Richter
Die Fahrgäste digital über die Abfahrt der Busse zu informieren, soll bald nicht nur am Celler Schloßplatz möglich sein.  Quelle: Oliver Knoblich (Archiv)
Celle

Die Umsetzung des Echtzeitprojekts ist eines der Ziele, die das Celler Verkehrsunternehmen CeBus in diesem Jahr umsetzen will. Doch man hat noch mehr vor: die Zusammenarbeit mit dem Fahrgastbeirat fortsetzen, das Verkehrserziehungsprogramm für Schüler wiederaufnehmen und den Fuhrpark weiter verjüngen – all das steht ebenfalls auf der Agenda der CeBus.

Fahrgastzahlen steigen weiter an

Im vergangenen Jahr haben die Verkehrsbetriebe rund 6,7 Millionen Fahrgäste befördert. "Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 3,5 Prozent", teilt CeBus-Geschäftsführer Stefan Koschick auf CZ-Anfrage mit. Seit 2015 sei die Zahl der Fahrgäste kontinuierlich angestiegen.

Was die Nutzung einzelner Strecken betrifft, so führt Koschick im Stadtgebiet die Verbindung von Wietzenbruch in die Innenstadt und zurück als Positivbeispiel an. Im Umland sei die Linie von Celle über Nienhagen nach Wathlingen gut nachgefragt. In den äußeren Bereichen des Landkreises sei die Nachfrage geringer.

Planungssicherheit für Kunden

Auf das Liniennetz der CeBus hat das aber keine Auswirkungen. "An der grundsätzlichen Streckenführung und den Fahrplänen wollen wir so wenig wie möglich ändern", sagt Koschick. "Probleme gibt es immer dann, wenn Schüler aufgrund von Unterrichtsausfall nicht wie geplant, sondern früher aus der Schule entlassen werden." Ansonsten sei Planungssicherheit für die Kunden ein hohes Gut. "Der Fahrplan ist seit April 2015 stabil und soll bis 2025 konstant bedient werden", so der Geschäftsführer.

Diskussion um Schülerbeförderung

Sobald beschlossen sei, ob und in welchem Umfang die Mindestentfernung gesenkt werde, werde die CeBus in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis das Projekt vorbereiten und umsetzen. "Die Herausforderung ist es, die richtigen Kapazitäten an der jeweiligen Haltestelle zur Verfügung zu stellen", sagt Koschick. Dabei seien neben der Zahl hinzukommender Schüler auch die "Jedermann-Fahrgäste" zu berücksichtigen. Das erschwere die Planungen.

Kunden über Pünktlichkeit informieren

Bei der Umsetzung des Echtzeitprojekts, das vom Landkreis Celle und der Landesnahverkehrsgesellschaft bezuschusst wird, müssten alle Busse zunächst mit Geräten ausgestattet werden, den jeweiligen Standort an die Zentrale und dann weiter an die Kunden zu übermitteln. "Damit ermöglichen wir unseren Kunden etwa ab August dieses Jahres über alle Auskunftssysteme zu erfahren, wo sich unsere Busse gerade befinden", sagt Koschick. Auch übers Handy könnten sie dann herausfinden, ob der Bus die Haltestelle pünktlich bedienen wird. Wo genau die Anlagen aufgebaut werden, wird der Landkreis noch beraten. "Derzeit sind die Infotafeln an 13 zentralen Haltstellen geplant", so Koschick.

E-Busse doppelt so teuer

Beim Antrieb setzt die CeBus auch künftig auf die Dieseltechnik. "Die neuen Antriebstechnologien sind noch nicht ausgereift und bedeuten hohe Investitionskosten für Infrastruktur und Fuhrpark", erläutert der Geschäftsführer. Elektrisch angetriebene Busse kosteten rund das Doppelte wie dieselbetriebene Fahrzeuge.

Der Omnibus sei per se ein umweltfreundliches Verkehrsmittel, so Koschick – jedes Neufahrzeug erfülle die Euro-6-Norm. Dennoch sollen Mitarbeiterschulungen zu umweltfreundlichem Fahren auch in diesem Jahr fortgesetzt werden.

Noch kein Thema für die CeBus ist der Kauf von Fahrkarten im Internet oder per Smartphone-App. "Perspektivisch beschäftigen wir uns aber natürlich auch damit", so Koschick.

Im Dezember sind bei Rixförde und Fuhrberg zwei Wölfe gestorben, weil sie mit Autos kollidierten. Die Grünen fordern: Wölfe besser schützen.

Simon Ziegler 30.01.2019

Nach mehreren tödlichen Abbiege-Unfälle fordern Experten Konsequenzen. Auch Celler Unternehmen wollen in ihren Fahrzeugen für mehr Sicherheit sorgen.

Carsten Richter 29.01.2019

Etwa 2,1 Millionen Euro haben Verkehrssünder 2018 in die Kassen des Landkreises Celle gespült. Dort stellt man aber die Sicherheit in den Vordergrund.

Christopher Menge 28.01.2019