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Aus dem Landkreis Stilles Gebet in Celler Kirchen jetzt möglich
Celler Land Aus dem Landkreis

Celler Kirchen in Corona-Krise wieder geöffnet: Stilles Gebet ist möglich

08:30 12.04.2020
Von Andreas Babel
So leer wie am 22. April wird die Celler Stadtkirche über die Osterfeiertage nicht sein. Sie wird wie viele andere Kirchen zum stillen Gebet geöffnet. Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

Am Samstagnachmittag wird ein Gottesdienst in der Celler Stadtkirche vorbereitet, den wir am Sonntag ab 10 Uhr auf unserer Homepage ausstrahlen.

An diesem ökumenischen Gottesdienst sind beteiligt:

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Superintendentin Dr. Andrea Burgk-Lempart, Pater Andrezej Tenerowicz von der Römisch-katholischen Kirche sowie Stadtkirchenpastor Dr. Min. Volkmar Latossek

Für die Musik zeichnen verantwortlich:

Kirchenmusikdirektor Michael Vogt und Dietrich Ackemann

Für Aufnahmeleitung und Produktion zeichnet verantwortlich:
Oliver Knoblich

Kirchenvorstand und Pfarramt der Evangelisch-lutherischen Celler Stadtkirche haben beschlossen: Die Stadtkirche wird in den Ostertagen für stille Gebete geöffnet. Vorausgegangen war diesem Beschluss die Aufhebung des Verbotes von Kirchenöffnungen in der Corona-Krise durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Zwar dürfen nach wie vor keine Gottesdienste gefeiert werden, aber zumindest können Einzelpersonen nun für ein stilles Gebet in die Stadtkirche kommen. Spontane Reaktionen der Kirchenvorsteher: „Sehr schön! Natürlich stimme ich zu!“ "Ich bin dabei!" "Das ist eine gute Nachricht für unsere Gemeinde!“

Celler Stadtkirche an allen vier Tagen geöffnet

Die Stadtkirche wird Karfreitag von 15 bis 17 Uhr und Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag jeweils von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Die jüngeren Kirchenvorsteher teilen sich die Aufsicht in der Kirche. Der Eingang in die Stadtkirche ist an der Stechbahnseite, der Ausgang ist gegenüber. Ein Mindestabstand von 2 Metern ist unbedingt einzuhalten. Besucher werden gebeten, sich in der Kirche weiträumig zu verteilen. Es kann zu Wartezeiten kommen. So wie hier wird es in den meisten Gotteshäusern gehandhabt.

Landesbischof Meister ist froh über die Regelung

Landesbischof Ralf Meister sagt: „Ich bin froh, dass es nun eine Regelung für die Öffnung der Kirchen zum stillen Gebet gibt und dass das an Karfreitag und Ostern beginnen kann. Die Verantwortlichen in den Kirchengemeinden haben jetzt die Sicherheit, dass sie unter Einhaltung der geltenden Regelungen zum Schutz vor dem Coronavirus die Kirchen öffnen können. Es bleibt der Schmerz, dass wir an Gründonnerstag, Karfreitag und an Ostern nicht in unseren Kirchen Gottesdienste feiern können. Dazu gibt es leider keine Alternativen, wenn wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen wollen. Umso dankbarer bin ich den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Kirchengemeinden und Einrichtungen: Mit großem persönlichen Einsatz arbeiten sie dafür, dass auch in diesem Jahr die Osterbotschaft von der Auferstehung Jesu auf digitalen und analogen Wegen die Menschen in unseren Kirchengemeinden erreicht.“

Stadtkirche Celle: Karfreitag 15 bis 17 Uhr sowie Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag jeweils 10 bis 12 Uhr

Altencelle: Ostersonntag von 10 bis 11 Uhr

Blumlage: Karfreitag 15 bis 16 Uhr sowie Ostersonntag von 10 bis 11 Uhr

Neuenhäusen: Karfreitag 10 bis 12 Uhr sowie Ostersonntag und Ostermontag 10 bis 12 Uhr

Paulusgemeinde: Ostersonntag 10 bis 12 Uhr

Kreuzkiche: Ostersonntag und Ostermontag 10 bis 12 Uhr

Groß-Hehlen: Ostersonntag 10 bis 12 Uhr

Klein Hehlen: Karfreitag 10 bis 11 Uhr und 15 bis 16 Uhr sowie Ostersonntag 10 bis 11 Uhr, Ostermontag 10bis 12 Uhr

Garßen: Karfreitag 10 bis 11 Uhr sowie Ostersonntag 5.30 bis 6.30 Uhr und 11 bis 12 Uhr sowie Ostermontag 10 bis 11 Uhr

Westercelle: Karfreitag 10 bis 15 Uhr sowie Ostersonntag 9.30 bis 12 Uhr

Wietzenbruch: nach Anmeldung im Pfarramt

Lobetal zum Guten Hirten: Ostersonntag 14 bis 18 Uhr

Bröckel: Karfreitag 14 bis 16 Uhr sowie Ostersonntag 10 bis 11 Uhr und 15 bis 16 Uhr sowie Ostermontag 10 bis 11 Uhr und 15 bis 16 Uhr

Eldingen: Ostersonntag 10 bis 11 Uhr

Hambühren: Karfreitag 9.30 bis 11 Uhr sowie Ostersonntag 9.30 bis 11 Uhr sowie Ostermontag 9.30 bis 11 Uhr

Hohne: Karfreitag 15 bis 16 Uhr sowie Ostersonntag 10 bis 11 Uhr und Ostermontag 10 bis 12 Uhr

Lachendorf: Karfreitag 15 bis 16 Uhr sowie Ostersonntag 10 bis 12 Uhr

Oldau: Karfreitag 10 bis 11.30 Uhr sowie Ostersonntag 10 bis 11.30 Uhr

Wathlingen: Karfreitag 10 bis 12 Uhr und 15 bis 16 Uhr sowie Ostersonntag und Ostermontag 10 bis 12 Uhr

St. Marienkirche Wienhausen:

Karfreitag
St. Marienkirche Wienhausen,
St. Alexander Eicklingen und
Maria-Magdalenen Kapelle Oppershausen
jeweils 9.30 Uhr bis 11 Uhr und 14.30 Uhr bis 16 Uhr

St. Marienkirche Wienhausen: Ostersonntag 10 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr

Wietze: Karfreitag 15 bis 17 Uhr sowie Ostersonntag 10 bis 12 Uhr

Stechinellikapelle Wieckenberg: Ostersonntag 10 bis 12 Uhr

Winsen: Karfreitag 15 bis 16 Uhr sowie Ostersonntag 10 bis 11 Uhr (hier werden ab Ostersonntag 249 Fotos von Gemeindegliedern zu sehen sein, die eine imaginäre Gemeinde darstellen, die in Gedanken zusammen Ostern feiert; die drei Gemeindepastoren hatten die Gläubigen dazu aufgerufen, in Zeiten der Kirchenschließungen, in denen keine Gottesdienste in den Kirchen stattfinden dürfen, Ihnen ein Foto von sich zu schicken)

Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Soltau:

Trotz der Corona-Krise geht es dieser Tage auf Ostern zu. Wie wird in den Kirchengemeinden gefeiert – bestand doch in den letzten Wochen wegen der Quarantäneregel eine Ausnahmesituation für die Gottesdienste oder Traugottesdienste und Trauerfeiern in Kirchen und Kapellen.

„Das ist schon ein massiver Eingriff in das Leben der christlichen Kirchengemeinden und auch der anderen Konfessionen“, sagt der Superintendent des Kirchenkreises Soltau, Heiko Schütte. „Alle leben wir davon, dass der Glaube sich in Gemeinschaftsformen wie den Gottesdiensten ausdrückt! – das geht jetzt nicht, verständlicherweise.“ Eine solche Situation hat es in der Kirchengeschichte seit den Anfängen des Christentums nicht mehr gegeben.

Wie geht Kirche damit um? In den Kirchengemeinden ist in den letzten Wochen ein Feuerwerk von Alternativen zu gewohnten Gottesdienstformen entstanden. „Da gab es jede Menge Formate, in denen unsere Kirchengemeinden zum Beispiel ganz gekonnt Videogottesdienste im Internet angeboten haben“, sagt Schütte. „Auch andere Formen wie Gebetszeiten, zu denen die Gemeinden per Geläut einladen, gibt es. Und manches Neue wird zur Zeit ausprobiert, wie zum Beispiel Andachten, die auf Wäscheleinen vor den Kirchen hängen .“

Die in Aussicht gestellte Öffnung der Kirchen wäre jedoch an engste Bedingungen gebunden: So ist die Kirche nicht einfach nur geöffnet zu halten, sondern es müssten Aufsichtsführende anwesend sein, auch müsste der Abstand der Menschen zueinander gesichert sein, die zu Gebet und Stille eintreten, sowie hygienische Maßnahmen ergriffen werden, die die Ausbreitung des Virus verhinderten.

Auch unter diesen Bedingungen sei lediglich über die Ostertage eine Öffnung der Kirchen zur persönlichen Stille – und mit reichlich Abstand zueinander - möglich. „Das sind ungewohnte Umstände, unter denen wir das höchste aller christlichen Feste begehen“, so Schütte. „Lassen Sie uns in Verbundenheit miteinander feiern – auf ganz andere Weise.“

Bergen: Karfreitag und Ostersonntag jeweils 10 bis 18 Uhr geöffnet

Sülze: Ostersamstag 10 bis 19 Uhr sowie Ostersonntag schon von 5 Uhr bis 15 Uhr. Es wird eine Kerze zur Verfügung stehen, um daran Teelichte entzünden zu können.

Peter-und-Paul-Kirche in Hermannsburg: Karfreitag 14 bis 17 Uhr sowie Ostersonntag 11 bis 17 Uhr

Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche:

Große Kreuzkirche Hermannsburg: an den Feiertagen von 9 bis 17 Uhr.

Kleine Kreuzkirche Hermannsburg: an den Feiertagen von 11 bis 18 Uhr.

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