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Aus dem Landkreis Das Kreuz mit dem Kreuz
Celler Land Aus dem Landkreis Das Kreuz mit dem Kreuz
17:48 11.09.2018
Von Carsten Richter
Rückenleiden sind auch im Landkreis Celle auf dem Vormarsch. Quelle: Arno Burgi
Celle

Häufiger als im Vorjahr haben sich Arbeitnehmer im Landkreis Celle im vergangenen Jahr krank gemeldet. Um 0,6 Prozent nahmen die Fehltage aufgrund von Erkrankungen zu – damit liegt der Krankenstand in der Region mit 4,4 Prozent über dem Landesdurchschnitt (4,2). Die Zahlen ergeben hat der Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK, die die Fehlzeiten ihrer erwerbstätigen Mitglieder ausgewertet hat. Besonders oft diagnostiziert wurden im Kreis Celle Muskel-Skelett-Erkrankungen, das heißt in erster Linie Rückenschmerzen.

28 Prozent mehr Fehltage wegen „Rücken“ – damit führen die Beschwerden die Liste der Krankheitsursachen im Landkreis an. Noch größer allerdings ist der Anstieg bei den psychischen Erkrankungen, dennoch bleiben die Zahlen deutlich unter den Fehltagen wegen orthopädischer Probleme.

Aus den Zahlen der DAK geht zudem hervor, dass eine große Mehrheit von 84 Prozent der Berufstätigen in Niedersachsen trotz Rückenschmerzen zur Arbeit geht. Mit anderen Worten: Noch viel mehr Menschen haben Leiden, die meisten allerdings versuchen zunächst allein mit den Schmerzen zurechtzukommen, nur jeder Dritte sucht einen Arzt auf.

Bisher kaum thematisiert werde in den Praxen der Zusammenhang von Stress und Rückenschmerzen. „Da sich Stress und psychische Belastungen stark auf die Rückengesundheit auswirken können, sollte dieser Aspekt stärker bei Diagnose und Behandlung berücksichtigt werden“, sagt der Celler DAK-Chef Sascha Teifel.

Die Celler Orthopädin Dr. Stefanie Kernberger kennt das Problem. Auch immer mehr junge Patienten kommen wegen Rückenprobleme in ihre Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie am Celler Bahnhof. Die Ursache ist häufig gleich. „Meist hängen die Beschwerden mit mangelnder Bewegung zusammen“, sagt die Ärztin. Im Berufsalltag bleibe oft nicht genug Zeit für Sport. Kernberger empfiehlt, wenigstens am Wochenende zusammen mit Freunden oder der Familie für Ausgleich zu sorgen.

„Bewegung – egal auf welche Art – ist das beste Mittel gegen Rückenschmerzen.“ Kraft- und Ausdauertraining sollten sich die Balance halten, so die Medizinerin. Noch ein Grund mehr, vom Sofa aufzustehen: Bewegung reduziert Stress, die zweithäufigste Ursache für Krankmeldungen im Landkreis. „Schon ein Spaziergang genügt, um den Kopf freizubekommen.“

Kernberger erkennt eine zunehmende Bereitschaft vieler Arbeitgeber, für ein rückenfreundliches Umfeld zu sorgen, also etwa ergonomische Bürostühle bereitzustellen – was ja letztlich auch in ihrem eigenen Interesse geschieht. Primär appelliert die Orthopädin aber an das eigene Gesundheitsbewusstsein der Arbeitnehmer, für ausreichend Bewegung zu sorgen. „Jeder ist für sich selbst verantwortlich.“

Die bisherigen Stellvertreter des Landrates sind auch die künftigen: Der Kreistag hat in seiner Sitzung gestern Morgen Ulrich Kaiser (WG), Thomas Adasch und Henning Otte (beide CDU) wiedergewählt.

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