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Aus dem Landkreis Standorte der Bundeswehr mit PFC verunreinigt
Celler Land Aus dem Landkreis Standorte der Bundeswehr mit PFC verunreinigt
16:51 16.04.2019
Von Christopher Menge
Auf dem Fliegerhorst Faßberg könnte es kontaminationsverdächtige Flächen geben. Quelle: Carsten König (Archiv)
Celle

Die Kontamination mit PFC-Chemikalien sei an 18 Standorten bestätigt. Das berichtete gestern die Tagesschau mit Verweis auf den Bayerischen Rundfunk. 108 weitere Standorte würden als Verdachtsfälle gelten – darunter Bergen, Faßberg und Wietzenbruch.

Keine Hinweise für Standort Wietzenbruch

Auf CZ-Anfrage bestätigte eine Sprecherin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, dass es in Faßberg und Bergen kontaminationsverdächtige Flächen gebe. "Nach derzeitigem Stand gibt es aber keine konkreten Hinweise auf eine Gefahr für die Soldaten an den Standorten", so die Sprecherin. Für Wietzenbruch gebe es dagegen keine Hinweise auf PFC-Verunreinigungen.

Untersuchungen in Faßberg und Bergen

Im Rahmen des Altlastenprogramms der Bundeswehr würden die Fälle in mehreren Phasen bearbeitet. Zunächst würden die Flächen erfasst und bewertet, dann die Gefährdung abgeschätzt und zuletzt gegebenenfalls eine Sanierung geplant. Auf dem Truppenübungsplatz Bergen werde gerade die Phase eins durchgeführt, in Faßberg die Phase zwei.

PFC-haltige Schaumlöschmittel zur Brandbekämpfung eingesetzt

PFC ist die Abkürzung für per- und polyfluorierte Chemikalien. Hierbei handelt es sich um Verbindungen aus Kohlenstoffketten, bei denen Wasserstoffatome vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt werden. Weltweit werden durch die Feuerwehren bei bestimmten Bränden PFC-haltige Schaumlöschmittel zur Brandbekämpfung eingesetzt, so auch bei der Bundeswehr.

PFC-Substanz seit 2007 verboten

Seit 2007 ist die Nutzung der PFC-Substanz „Perfluoroctansulfonsäure –(PFOS)“ reglementiert worden. Einige PFC stehen nämlich im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Nach eigenen Angaben verwendet die Bundeswehr heute nur die im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zulässigen Stoffe und Produkte, die als „PFOS-frei“ definiert sind.

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