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Aus dem Landkreis Schulen im Fokus des Landkreises Celle
Celler Land Aus dem Landkreis Schulen im Fokus des Landkreises Celle
16:43 21.12.2018
Von Christopher Menge
Der Landkreis Celle plant mit einer Nettoneuverschuldung von 9,64 Millionen Euro. Quelle: Jens Wolf
Celle

Erstmals ist es dem Landkreis Celle gelungen, dass sich die Schulden nicht nur nicht weiter erhöhen, sondern sogar nennenswert gesenkt werden können. "Das ist eine stolze Leistung", sagte Landrat Klaus Wiswe dazu in der jüngsten Finanzausschusssitzung mit Blick auf das Jahr 2018. Der Kreistag folgte am Donnerstag schließlich der Empfehlung dieses Gremiums und verabschiedete das Zahlenwerk für 2019. Im kommenden Jahr sieht es allerdings schon deutlich schlechter aus.

Übernahme des Jugendamtes kostet viel Geld

"Wir erwarten im Ergebnishaushalt noch ein Plus von etwa 6,5 Millionen Euro", sagt der Erste Kreisrat Michael Cordioli. In diesem Jahr steht dagegen ein Überschuss von 16,23 Millionen Euro. Insbesondere die Übernahme der Jugendhilfe der Stadt Celle zum 1. Januar belastet den Kreishaushalt nach Angaben der Verwaltung mit 6,2 Millionen Euro netto zusätzlich. Kostenfaktoren sind hier unter anderem die gestiegenen Aufwendungen für Personal und die Bereitstellung der nötigen Infrastruktur an den Arbeitsplätzen. 55 zusätzliche Stellen werden beim Landkreis geschaffen.

Hohe Investitionen für Schulen

Da der Landkreis aber weiterhin investieren will, plant Cordioli für 2019 mit einer Nettoneuverschuldung von 9,64 Millionen Euro. "Knapp die Hälfte der Investitionen geht in den Schulbereich", sagt der Kreisdezernent. Konkret soll in den Brandschutz am Hermannsburger Christian-Gymnasium investiert werden, was mit 1,8 Millionen Euro zubuche schlägt. Für den Erweiterungsbau des Immanuel-Kant-Gymnasiums Lachendorf sind zwei Millionen Euro eingeplant. Auch in die Oberschulen Lachendorf und Wathlingen werden 1,5 Millionen beziehungsweise 1 Million Euro investiert. Hinzu kommen die Posten "bewegliches Vermögen für die Schulen" (1,2 Millionen Euro) und "kleinere Baumaßnahmen und Erneuerungen" an den Lehranstalten (4,6 Millionen Euro).

Für Investitionen in die Gebäude des Landkreises, insbesondere in die weiterführenden Schulen, sind insgesamt 13,8 Millionen Euro vorgesehen. Dazu kommen 3,78 Millionen Euro für die Kreisstraßen. „Wir haben hier einen guten Standard, aber den gilt es, auch zu erhalten", so Wiswe.

Schuldenabbau als langfristiges Ziel

Der Landrat betont, dass trotz aller Investitionen auch der Schuldenabbau ein langfristiges Ziel bleiben müsse. "Durch den Einsatz des Überschusses aus laufender Verwaltungstätigkeit aus Vorjahren haben wir Kreditermächtigungen zurückgefahren und den Anstieg der Verschuldung bremsen können", sagt Wiswe. Allerdings wird die Nettoneuverschuldung 2019 nach der derzeitigen Prognose um 9,64 Millionen auf dann bis zu 169 Millionen Euro steigen. „Wir werden versuchen, diese Zahl durch eine sparsame Haushaltsführung zu drücken, viel Raum für weitere Wünsche gibt es aber nicht", so der Landrat.

Kreisumlage um 0,5 Prozent gesenkt

Der Verwaltungschef ist daher froh, dass der Kreistag mit den Stimmen der Mehrheitsgruppe aus CDU, WGL, FDP und UB beschlossen hat, die Kreisumlage "nur" um 0,5 Prozent zu senken. SPD, Grüne und AfD hatten eine stärkere Entlastung der Kommunen gefordert. Die Städte und Gemeinden erhalten aus den Überschüssen insgesamt 6,5 Millionen Euro in Form einer Sonderausschüttung.

Höhere Zuschüsse für Kita-Personal

Außerdem will der Landkreis den Schwerpunkt frühkindliche Bildung weiter fördern. Daher sollen zukünftig die Personalkostenzuschüsse für Kindertagesstätten der Gemeinden von 18 auf 20 Prozent erhöht werden. „Dieser Bereich wird immer wichtiger und wir wollen hier auch weiter investieren, weil es langfristig positive Effekte hat", begründet Landrat Wiswe den Vorschlag der Kreisverwaltung.

Überschuss im Bereich Flüchtlinge

Positiv auf die Finanzlage des Kreises wirkt sich im kommenden Jahr aus, dass das Land Zuschüsse für Flüchtlinge mit zwei Jahren Verspätung zahlt. "Als 2015/16 viele Flüchtlinge gekommen sind, hat das den Haushalt erheblich belastet", sagt Cordioli. "Jetzt haben wir in dem Bereich einen Überschuss von 1,9 Millionen Euro."

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