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Aus dem Landkreis Der Frühling tut sich schwer
Celler Land Aus dem Landkreis Der Frühling tut sich schwer
16:16 03.04.2019
Eine Passantin bei Nieselregen mit ihrem Regenschirm. Quelle: Frank Rumpenhorst
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Celle

Für heute und den Freitag sind die Aussichten nicht gerade berauschend. Eine Luftmassengrenze von Nord nach Süd etwa entlang der Weser bestimmt mit Regen oder einzelnen Schauern das Wettergeschehen in der Südheide. Am Wochenende bessert sich die Lage erheblich, bevor ein mögliches kleines Tief über Norddeutschland die Prognosen ab Sonntag stark verunsichert.

Starke Bewölkung und wenig Sonnenschein

Bis Freitag dominieren starke Bewölkung und wenig Sonnenschein. Zeitweise fällt leichter Regen oder es ziehen einzelne Schauer durch. Dabei bleiben die Höchstwerte mit jeweils neun bis zehn ziemlich verhalten. Am Wochenende bessert sich die Lage voraussichtlich deutlich. Auf Nordost drehende Winde vertreiben die Wolken, sodass die Temperaturen mit Hilfe von reichlich Sonnenschein auf 15 bis 16 Grad klettern können. Nachtfröste sind zunächst kaum kein Thema.

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"Giftzwerg" über Norddeutschland

Ab Sonntag werden die Vorhersagen schwierig. Ein "Giftzwerg" über Norddeutschland könnte uns einen feuchtkühlen Start in die neue Woche bescheren. Auch im weiteren Verlauf sind solche für den April typischen kleinräumigen Tiefs mit kräftigen Schauern möglich. Was im Einzelnen passiert, entscheidet sich allerdings erst kurzfristig.

Nach dem Frühling im Februar zog der März ganz andere Saiten auf. Die Hochdruckgebiete verabschiedeten sich nach Südosten. Damit wurde der Weg für eine ungewöhnliche Serie atlantischer Sturmwirbel frei, die in rascher Folge nach Europa zogen. Sie hatten Norddeutschland fast drei Wochen lang fest im Griff. Sie sorgten entweder für trübe Herbststimmung oder vorgezogenes Aprilwetter. An zwei bis drei Tagen kam es im Bereich von heftigen Regen- und Graupelschauern auch zu kurzen Gewittern mit teils schweren Sturmböen.

März ein zu warmer Monat

Die stärksten Böen wurden im Kreis Celle am 4., 7., 13., und 17. März beobachtet. Dabei traten verbreitet Windspitzen der Stärke neun bis zehn entsprechend 82 bis 90 Kilometer in der Stunde auf, vereinzelt sogar bis 100 (Maximum Celle: 97 am 7. März). Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März klopfte endlich ein Hoch aus Südwesten an. Die Niederschläge ließen nach und die bis dato rekordverdächtig geringe Sonnenscheinbilanz wurde deutlich aufgebessert. Einen entscheidenden Anteil daran hatte das sehr sonnige Märzfinale, das den nunmehr zwölften zu warmen Monat in Folge souverän-frühlingshaft beendete.

Von Reinhard Zakrzewski

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