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Aus dem Landkreis So steht es um Baumarten im Landkreis Celle
Celler Land Aus dem Landkreis So steht es um Baumarten im Landkreis Celle
16:32 06.08.2019
Von Christopher Menge
Die Kiefer kommt mit dem Klimawandel am besten zurecht. Andere Baumarten haben dagegen große Probleme. Quelle: Christian Link
Celle

Auf dem aufsteigendem Ast

Buche

Der Anteil der Buche soll sich im süd-ostniedersächsischen Tiefland von derzeit etwa sieben Prozent auf elf Prozent erhöhen. Allerdings ist für diese Baumart auf vielen Standorten der Waldbauregion künftig von einer hohen Trockenstressgefährdung auszugehen. Deshalb treten Bestände mit führender Buche in der Planung der Niedersächsischen Landesforsten stark zurück und konzentrieren sich auf Bereiche mit entsprechenden Naturschutzvorgaben sowie historisch alte Laubwaldstandorte. Der dennoch steigende Buchenanteil resultiert aus der Rolle der Buche als Mischbaumart in Beständen mit führendem Nadelholz beziehungsweise führender Trauben- und Roteiche sowie aus ihrer Rolle als führender Baumart in vielen Schutzgebieten, vor allem in Naturwirtschaftswäldern.

Buche Quelle: Julian Stratenschulte

Eiche

18 Prozent der Gesamtfläche im süd-ostniedersächsischen Tiefland waren im Jahr 2015 mit Eichen bepflanzt, 40 Jahre später sollen es 19 Prozent sein. Für die Eiche stellen die östlichen und nördlichen Teile der Waldbauregion einen Anbauschwerpunkt dar, wodurch sich ihr Flächenanteil erhöht. Speziell in den lichten Wirtschaftswäldern soll der Eichenanteil nach der Planung der Niedersächsischen Landesforsten weiter ansteigen. Im Gegensatz zu Fichte und Buche, die durch den zunehmenden Trockenstress am stärksten betroffen sein werden, sind die Eichenarten wie auch die Douglasie weitaus weniger betroffen.

Eiche Quelle: Soeren Stache

Douglasie

Die Douglasie soll die Fichte und einen Teil der heutigen Kiefernbestände, insbesondere auf den mäßig frischen, schwächer bis mäßig nährstoffversorgten Standorten, ersetzen. Der Anteil dieser Baumart steigt nach der Planung der Niedersächsischen Landesforsten im süd-ostniedersächsischen Tiefland somit von zwei Prozent im Jahr 2015 auf zehn Prozent im Jahr 2055. Eine Mischung der Douglasie mit Buche, gegebenenfalls auch mit Kiefer oder Fichte aus Naturverjüngung, ist vorgesehen. Die Douglasie kommt ursprünglich aus Nordamerika, kommt mit den klimatischen Gegebenheiten in Europa aber bestens zurecht.

Douglasie Quelle: Jens Büttner
Quelle: cz

Auf dem absteigenden Ast

Kiefer

Bis 2055 soll sich der Laubbaumanteil im süd-ostniedersächsischen Tiefland von 38 auf 45 Prozent erhöhen. Betroffen ist vor allem die Kiefer, deren Anteil an der Gesamtfläche von derzeit 49 Prozent auf 36 Prozent sinkt. Trotz dieses Rückgangs behält die Region allerdings den landesweit höchsten Kiefernanteil und bleibt ihr Anbauschwerpunkt. Die Kiefer weist das höchste Anpassungspotenzial an den Klimawandel auf. Die angestrebten Kiefernanteile im Planungsfenster der Niedersächsischen Landesforsten sollen möglichst durch Naturverjüngungen erreicht werden.

Kiefer Quelle: Patrick Pleul

Fichte

Nach derzeitigen Erwartungen der Niedersächsischen Landesforsten leidet die Fichte unter den Folgen des Klimawandels am stärksten. Auf vielen Standorten soll sie wegen des steigenden Trockenstress-, Sturm- und Borkenkäferrisikos nicht mehr als führende Baumart angebaut werden. Der Anteil der Fichte im Süd-Ostniedersächsischen Tiefland hat im Jahr 2015 sieben Prozent ausgemacht, im Jahr 2055 sollen es nur noch fünf Prozent sein. Wegen des zunehmend trockeneren Klimas nimmt der bereits geringe Flächenanteil der Fichte somit weiter stark ab. Auf den besser versorgten Standorten wird die Fichte wie auch die Kiefer von der Douglasie abgelöst.

Fichte Quelle: Rolf Vennenbernd

Lärche

Ohnehin ist der Anteil der Lärche im süd-ostniedersächsischen Tiefland gering. Er beträgt gerade einmal je zwei Prozent bei der Europäischen und der Japanischen Eiche. Bis 2055 soll sich der Anteil jeweils nochmal halbieren. Vorhandene Lärchen-Bestandestypen sollen nach den Planungen der Niedersächsischen Landesforsten mit Buche ergänzt werden. Im Übrigen muss die Lärche wie alle Lichtbaumarten durch rechtzeitige „femelartige Vorverjüngung“ gefördert werden. In führender Rolle stellt die Japanlärche auf schwach bis ziemlich gut versorgten, stark bis mäßig grundwasserbeeinflussten Standorten eine Alternative zur Kiefer, Eiche oder gegebenenfalls zur Douglasie dar.

Lärche

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