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Aus dem Landkreis Kreis lenkt ein: Mehr Schüler fahren kostenfrei
Celler Land Aus dem Landkreis Kreis lenkt ein: Mehr Schüler fahren kostenfrei
23:58 16.11.2018
Von Carsten Richter
Die Verwaltung soll Vorschläge unterbreiten, wie die Schülerbeförderung im Landkreis Celle verbessert werden kann. Quelle: Peter Müller (Archiv)
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Celle

Mehr Schüler im Landkreis Celle sollen künftig in den Genuss einer kostenlosen Beförderung kommen. Der Kreis-Schulausschuss hatte sich in der vergangenen Woche einstimmig dafür ausgesprochen, probeweise die Mindestentfernung um einen Kilometer zu senken. Diese Testphase sollte zunächst von November 2019 bis März 2020 gelten. Nun hat die Kreisverwaltung eingelenkt – mit dem Ergebnis, dass die Grenzen vom kommenden Schuljahr an ganzjährig und dauerhaft hinabgesetzt werden könnten.

Kreistag entscheidet im März

Wie Sprecher Tore Harmening am Freitag nach der Sitzung des Kreisausschusses auf Anfrage mitteilte, wolle der Landkreis "über generelle Verbesserungen nachdenken". Der Antrag des Kreiselternrates, der die Änderung im Winterhalbjahr erreichen wollte, wurde zurückgestellt. Nun müsse ermittelt werden, wieviel Mehrkosten bei einer dauerhaften Senkung der Mindestentfernung auf die Verwaltung zukämen. Sachgerechte Ergebnisse dazu solle es Anfang kommenden Jahres geben, so Harmening. Im Februar 2019 soll der Vorschlag der Verwaltung im Schulausschuss vorgestellt und im März im Kreistag beschlossen werden.

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Kilometergrenzen senken: SPD erreicht ihr Ziel

Die SPD ist hochzufrieden mit dem Ergebnis. "Wir haben es endlich geschafft: Mehr Kinder können bald kostenfrei mit dem Bus fahren", teilte Mathias Pauls, Fraktionschef der Sozialdemokraten im Kreistag, mit. „Seit rund einem Jahrzehnt kämpfen wir für diese Änderung, die zu hohen Entfernungsgrenzen für kostenfreie Schülerfahrkarten abzusenken. Drei Kilometer für Grundschüler oder vier Kilometer für Fünftklässler sind einfach zu viel", ergänzte der SPD-Kreisvorsitzende Maximilian Schmidt.

CDU: Schülerbeförderung "auf gutem Weg"

Die CDU-Kreistagsfraktion, die bei einer Senkung der Mindestentfernung bislang zurückhaltend war, spricht laut Kreisausschuss-Mitglied Thomas Adasch von einem "fraktionsübergreifenden Konsens", der "einmütig" erzielt worden sei. "Wir wünschen uns Verbesserungen bei der Schülerbeförderung. Nun brauchen wir vernünftige Planungsgrundlagen. Die Verwaltung wird dazu Vorschläge machen. Wir sind auf einem guten Weg", so Adasch.

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