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Aus dem Landkreis „Es geht um Gleichberechtigung“
Celler Land Aus dem Landkreis „Es geht um Gleichberechtigung“
06:00 21.05.2019
Von Jürgen Poestges
Viele Schüler kommen aus dem Landkreis, um in der Stadt Celle ein Gymnasium zu besuchen. Das ist teuer. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Ein entsprechender Antrag wird am 22. Mai im Schul- und Kulturausschuss (14.30 Uhr, Kreistagssaal Trift 26) beraten. Die Schüler berufen sich dabei auf den Koalitionsvertrag der Landesregierung. Denn die möchte demnach die stufenweise Einführung des kostenfreien Schulverkehrs im Sekundarbereich II mit einem Eigenbetrag anstreben. „Das steht da seit zwei Jahren drin“, sagt Dernedde. „Passiert ist seitdem nichts. Und es ist wohl nicht davon auszugehen, dass die Landesregierung auch in den kommenden zwei Jahren in dieser Richtung aktiv wird.“

Finanzielle Rückerstattung

Die Sekundarstufe I erhalte ab acht Kilometern kostenlose Busfahrkarten. Und Berufsschüler hätten ebenfalls die Möglichkeit, eine finanzielle Rückerstattung anzufordern, wenn sie weiter als acht Kilometer von der Bildungseinrichtung entfernt wohnen.

Antrag an den Kreistag

Und so hat sich Dernedde mit seinen Schülerrats-Kollegen Johannes Schurian und Roman Sander zusammengesetzt und den Antrag an den Kreistag verfasst. „Die FDP hat vor zwei Jahren schon einmal einen ähnlichen Antrag gestellt“, sagt Sander. „Darin forderte sie 40 Prozent als Subvention, wir gehen von 20 aus.“ Nach Schätzungen des Kreisschülerrates wären das jährliche Kosten von rund 50.000 Euro.

Abtrag ablehnen

Der Landkreis kommt in seinen Berechnungen zwar auf 10.000 Euro weniger, trotzdem empfiehlt die Verwaltung dem Kreisrat, den Antrag abzulehnen. „Es geht dabei um eine rein freiwillige Leistung, zu der der Landkreis als Träger der Schülerbeförderung nicht verpflichtet ist und immerhin Mehrkosten von 40.000 Euro entstünden“, erklärt Landkreis-Sprecher Tore Harmening. „Bei unserer Haushaltslage sind zusätzliche freiwillige Leistungen kritisch zu sehen, wie uns gerade die Kommunalaufsicht bei der Haushaltsgenehmigung sehr deutlich mitgeteilt hat. Im übrigen haben wir dann auf die Überlegungen im Koalitionsvertrag hingewiesen.“

"Bildung für die Jugend ist wichtig"

Der Kreisschülerrat gibt dennoch die Hoffnung nicht auf, dass der Antrag dennoch angenommen wird. „Es wird immer wieder erklärt, dass Bildung für die Jugend so wichtig ist. Wir halten dieses Vorgehen für eine Benachteiligung der Gymnasiasten. Es geht um Gleichberechtigung“, sagt Johannes Schurian, ebenfalls Mitglied im Kreisschülerrat. Immerhin muss ein Schüler, der aus Bergen zu einem Gymnasium in Celle fahren muss, im Monat rund 80 Euro für einen Monatskarte ausgeben. Mit der Unterstützung der FDP rechnen sie, die übrigen Fraktionen seien wohl eher dagegen. „Vielleicht gehen wir dann direkt an die Landesregierung heran“, sagt Dernedde, der auch bei den Jungen Liberalen aktiv ist.

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