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Aus dem Landkreis Kreistag macht Weg für Naturschutz frei
Celler Land Aus dem Landkreis Kreistag macht Weg für Naturschutz frei
16:08 30.10.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
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Landkreis

Die besonders umstrittene Ausweisung eines Naturschutzgebietes an der Aller bei Winsen, das im dortigen Bürgermeister-Wahlkampf eine große Rolle gespielt hatte, stand nicht auf der Tagesordnung. Darüber wird der Kreistag zu einem späteren Zeitpunkt befinden.

Während die Änderungsverordnung des Naturschutzgebietes Kiehnmoor einstimmig verabschiedet wurde, gab es bei "Hellern" sechs Gegenstimmen der AfD. Die Pläne für den Bohlenbruch stießen auf den Widerstand der Grünen. "Wir lehnen die Pläne ab, weil sie Kahlschlag bedeuten. Das ist ökologisch nicht notwendig und schießt weit übers Ziel hinaus", sagte Gerald Sommer (Grüne). Dabei ging es auch um das Thema Wiedervernässung des Bohlenbruchs, die von der Öko-Partei ins Spiel gebracht wurde. "Eine Wiedervernässung ist kontraproduktiv", sagte dagegen Ernst-Ingolf Angermann (CDU). "Dann würden sich die Eichen verabschieden. Ziel muss sein, das zu erhalten, was jetzt da ist."

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Sommer kritisierte zudem, dass der Landkreis 14 Jahre für die Ausweisung gebraucht habe. "Wir hätten diese Verordnung schon vor Jahren beschließen können", sagte er. Landrat Klaus Wiswe widersprach. Ein früherer Umweltminister habe erklärt, dass hoheitlicher Naturschutz nicht nötig sei. "Das hat dazu geführt, dass das Land Niedersachsen bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten 'hinten dran' ist", so Wiswe. Zudem habe das Land Daten lange nicht zur Verfügung gestellt. Das Naturschutzgebiet Bohlenbruch wurde gegen die Stimmen der Grünen und der AfD beschlossen.

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