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Aus dem Landkreis Mehr Geld für Tagesmütter
Celler Land Aus dem Landkreis Mehr Geld für Tagesmütter
15:24 13.06.2010
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Landkreis Celle

Anliegen des Kreises sei es, viel Qualifikation in die Tagespflege zu bringen, sagte Jugendamtsleiter Andreas Reimchen. „Wir wollen den Job interessant machen für Tagesmütter.“ Die Steuerpflicht, der die Einnahmen aus der Tagespflege seit Jahresbeginn unterliegen, sei aus familienpolitischer Sicht kontraproduktiv, sagte Reimchen.

Mit Beginn des kommenden Jahres soll der Stundensatz von 2,91 Euro auf 3,50 Euro steigen, bei einem erhöhten pädagogischen Förderbedarf des betreuten Kindes soll der Stundensatz auf 4,50 Euro steigen. Bisher zahlte das Jugendamt in diesen Fällen nach dem festgestellten Bedarf. Zusätzlich werden vom Landkreis Beiträge zu einer Unfallversicherung sowie die Hälfte der Aufwendungen für Alterssicherung, Kranken- und Pflegeversicherung erstattet.

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Reimchen nannte als durchschnittliche Einnahme einer Tagesmutter 560 Euro plus rund 190 Euro Zusatzleistungen. Daraus ergäbe sich ein Stundensatz von 4,69 Euro bei einem Kind, der mit jedem weiteren Kind steige.

Die Qualifizierungskurse erfreuen sich nach den Angaben von Kreisdezernent Matthias Krüger hoher Nachfrage. Er gehe davon aus, dass nur wenige Frauen von der Steuerpflicht betroffen seien.

190 qualifizierte Tagespflegeplätze stehen zurzeit im Landkreis zur Verfügung, davon 168 für unter Dreijährige. Damit spielen sie in der Betreuung unter Dreijähriger eine große Rolle, wie Klaus-Peter Heuer, stellvertretender Jugendamtsleiter, in einer Übersicht verdeutlichte. 2010 würden 314 Krippenplätze zur Verfügung stehen, mit den Krippenplätzen in den Regelgruppen und den Tagespflege-Plätzen ergäben sich rund 600 Plätze. Bei rund 2600 Kindern unter drei Jahren sei das eine Abdeckung von 22,5 Prozent. Bis 2013 sollen 30 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Krippenplatz finden.

Von Joachim Gries