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Aus dem Landkreis Menschheit als Netzwerk
Celler Land Aus dem Landkreis Menschheit als Netzwerk
18:59 13.03.2019
Junge afrikanische Geflüchtete haben in Emmen bei Hankensbüttel eine Trommelgruppe gegründet. Quelle: Peter Scharfenstein
Hermannsburg

Vor den zahlreichen Zuhörern im Ludwig-Harms-Haus stellte Ralf Meister, Bischof der hannoverschen Landeskirche, in seiner kurzen Eröffnungsrede die weltweiten Migrationsströme als zentrale Herausforderung an das Missionswerk in den Mittelpunkt.

Zur wesentlichen Aufgabe hat sich das ELM die Verbesserung der besonders schweren Situation von Binnen-Vertriebenen im südlichen Afrika gemacht. Mit einer interessanten und anschaulichen Multimedia-Präsentation stellte Mirjam Laaser, Leiterin für internationale Zusammenarbeit, einzelne Hilfsprojekte vor. So werden in einem Beratungszentrum im südafrikanischen Johannesburg Geflüchtete aus den zentralafrikanischen Krisenregionen bei der Integration in die südafrikanische Gesellschaft unterstützt. In Pretoria baut die Pastorin Rosalie Madika, selbst unter schwierigsten Umständen aus dem Kongo nach Südafrika geflohen, ein Programm zur Hilfe für Geflüchtete auf. Die Personalstelle für Pastorin Madika wird von der Landeskirche Hannover finanziert.

Im Grenzgebiet von Äthiopien und Südsudan reagiert das ELM auf den hohen Migrationsdruck in dieser Konfliktregion mit großangelegten Maßnahmen zur Entwicklung von Infrastruktur und Gemeinwesen.

Enorme Belastung für afrikanische Länder

„39 Millionen Binnenflüchtlinge bedeuten eine enorme Belastung für die ohnehin unter Armut leidenden Länder Afrikas“, resümiert Mirjam Laaser ihren Vortrag. „Wir engagieren uns, um die Auswirkungen dieser humanitären Krise für die Betroffenen zu mildern.“ Die gute und effektive Zusammenarbeit mit der Landeskirche Hannover und den Partnerkirchen vor Ort in Afrika seien dabei wesentliche Faktoren für das Gelingen der Hilfsprojekte.

Michael Thiel, Direktor des ELM, knüpfte in seiner Abschlussrede an die Ausführungen seiner Vorrednerin an und unterstrich die Bedeutung von Netzwerken für die Missionsarbeit. „Man kann unsere Aufgabe am besten mit der kurzen Formel ,Menschen zusammenbringen‘ beschreiben. Und letztlich sind wir ja durch unsere gemeinsame DNA alle miteinander verwandt – und die ganze Menschheit ein einziges, großes Netzwerk“, sagte Thiel.

Nach den Redebeiträgen fanden sich Zuhörer und Referenten im Foyer des Ludwig-Harms-Hauses zu einem lockeren Meinungsaustausch zusammen. Bei afrikanischer Trommelmusik und kleinen Snacks und Getränken endete das Jahrestreffen 2019 des Missionswerks.

Von Peeter Scharfenstein

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