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Aus dem Landkreis Armbrust: Nur da wird im Kreis Celle geschossen
Celler Land Aus dem Landkreis Armbrust: Nur da wird im Kreis Celle geschossen
07:00 15.05.2019
Von Carsten Richter
Mit den Pfeilen einer ähnlichen Armbrust wurden in Passau drei Menschen getötet.  Quelle: ChiccoDodiFC - stock.adobe.com
Celle

Für Aufsehen und Entsetzen hat der Fall der drei in einer Passauer Pension getöteten Menschen gesorgt – in den Körpern steckten Pfeile einer Armbrust. Nach den bisherigen Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus. Zwei weitere Leichen wurden am Montag in Wittingen gefunden – die Fälle hängen zusammen.

Keine Wettbewerbe im Landkreis Celle

Wie berichtet, können in Deutschland Armbrüste vom 18. Lebensjahr an frei erworben werden, es bedarf nach dem Waffengesetz keiner Erlaubnis – das wirft Fragen auch im Landkreis Celle auf. Immer mal wieder wird auch bei Veranstaltungen im Celler Land Armbrustschießen angeboten. Wettbewerbe fänden allerdings nicht statt, erläuterte Wilfried Ritzke, Vorsitzender des Kreisschützenverbandes (KSV) Celle, auf CZ-Anfrage. "Kein Verein, der Mitglied im KSV ist, verfügt über eine Armbrustsparte", so Ritzke. Armbrustschießen als Sport sei mehr im Süden Deutschlands verbreitet. "Dort sind separate Armbrustverbände relativ stark." Lediglich der Kiebitzverein Bunkenburg veranstaltet Wettkämpfe mit Armbrüsten. Diese würden allerdings nur intern ausgetragen, heißt es auf CZ-Anfrage von dem Verein aus dem Ostkreis.

Welche Konsequenzen aus dem Fall in Passau zu ziehen seien, will Ritzke deshalb nicht kommentieren. "Wir haben da keine Berührungspunkte. Der Deutsche Schützenbund (DSB) muss sich dazu äußern."

"Sport gerät nicht in Verruf"

DSB-Pressesprecher Thilo von Hagen sagte daraufhin der CZ, dass die Hintergründe der Tat noch immer nicht ganz klar seien. Allerdings hätten sich die Hinweise verdichtet, dass es sich bei den Waffen um "keine sportliche Armbrust" gehandelt habe. Er hofft, dass es sich um einen "einmaligen Fall" handele. Er fürchtet deshalb weder, dass durch die Ereignisse in Passau das sportliche Armbrustschießen in Verruf gerate, noch dass sich an den Vorgaben für den Erwerb, den Besitz und das Führen von Armbrüsten etwas ändern werde.

Der Landkreis Celle als zuständige Waffenbehörde konnte gestern noch keine Antwort geben, wie viele Menschen in der Region eine Armbrust besitzen. Auch eine Einschätzung zum freien Erwerb von Armbrüsten steht noch aus.

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