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Aus dem Landkreis Das müssen Sie zum Wahlkampf wissen
Celler Land Aus dem Landkreis Das müssen Sie zum Wahlkampf wissen
17:13 20.03.2019
Von Simon Ziegler
Celle

Rund 27.000 Bürger sind in gut zwei Monaten in Bergen, Hambühren und Wietze aufgerufen, in den drei Kommunen ihren Bürgermeister zu wählen. Die drei Wahlen finden parallel zur Europawahl am 26. Mai statt. In den kommenden Wochen dürfte der Wahlkampf deutlich Fahrt aufnehmen. Die Ausgangslage in den drei Kommunen ist sehr unterschiedlich. Während es in Bergen und Wietze auf ein Duell hinausläuft, haben in Hambühren vier Bewerber ihren Hut in den Ring geworfen.

Offenes Rennen in Hambühren

In der Westkreis-Gemeinde ist das Rennen um die Nachfolge von Amtsinhaber Thomas Herbst völlig offen. Edmund Hoffmann (CDU) und Andreas Ludwig (SPD) sind die Kandidaten des Partei-Establishments, dazu kommen die Einzelbewerber Carsten Kranz und Peter Witting. Einen klaren Favoriten im Bewerberfeld gibt es nicht. Möglicherweise läuft es auf einen Dreikampf zwischen Hoffmann, Ludwig und Kranz hinaus. Die Entscheidung dürfte erst in der Stichwahl am 16. Juni fallen. Hoffmann und Ludwig sind als Parteikandidaten und langjährige Ratsmitglieder in keiner schlechten Ausgangslage. Auch Kranz – bekannt als Chef der Hambührener Ortsfeuerwehr – werden gute Karten eingeräumt. Der frühere Ratsherr Witting gilt als Außenseiter.

Theoretisch ist es noch bis zum 8. April möglich, dass sich weitere Kandidaten bewerben. Für Einzelkandidaten gilt, dass sie 120 Unterstützer-Unterschriften vorlegen müssen. Im politischen Hambühren war in den vergangenen Monaten auch über eine Kandidatur der früheren CDU-Chefin Barbara Kolkmeier spekuliert worden, die ihre Partei im Streit verlassen hatte. Bisher hat sie ihre Kandidatur aber nicht angekündigt. Da bei kommunalen Wahlen auch 16- und 17-Jährige abstimmen dürfen, sind rund 8500 Bürger am 26. Mai bei der Hambührener Bürgermeister-Wahl stimmberechtigt, gab der stellvertretende Wahlleiter Ralph Peters bekannt.

Duell in Wietze

Die Situation in Hambührens Nachbargemeinde Wietze stellt sich völlig anders dar. Amtsinhaber Wolfgang Klußmann (CDU) geht als klarer Favorit ins Rennen. Er verfügt nach vielen Jahren als Verwaltungschef über einen Amtsbonus, vor allem weil sich die Gemeinde in den vergangenen Jahren nach breiter Einschätzung positiv entwickelt hat. SPD-Kandidat Ingolf Klaassen bleibt die Rolle des engagierten Herausforderers. Über mangelnde Unterstützung der Parteispitze kann er sich nicht beklagen. Nachdem SPD-Jungstar Kevin Kühnert Klaassen bereits unterstützt hat, kommt am kommenden Montag SPD-Landeschef Stephan Weil zum Bürger-Dialog nach Wietze.

Wahrscheinlich ist, dass es beim Duell Klußmann gegen Klaassen bleibt. Andere Bewerber haben sich bisher nicht gemeldet. Auch hier haben Interessenten bis zum 8. April die Möglichkeit, ihre Bewerbung einzureichen. In der Erdölgemeinde sind 6800 Wietzer wahlberechtigt.

CDU-Kandidat gegen CDU-Rebellin in Bergen

Auch in Bergen gibt es bislang zwei Kandidaten: Frank Juchert (CDU) und Claudia Dettmar-Müller (parteilos). Die Wahlen am 26. Mai zeigen, dass Kommunalpolitik im Landkreis Celle noch immer weitgehend Männersache ist, Dettmar-Müller ist die einzige Frau im Bewerberfeld der drei Kommunen. Die CDU-Rebellin gilt als Außenseiterin im konservativen Bergen, auch wenn sie die Unterstützung von SPD und FDP hat. Neben der CDU steht die WG hinter Juchert, bislang Allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Rainer Prokop. In Bergen haben potenzielle Kandidaten noch bis zum 22. April Zeit, ihre Bewerbung einzureichen. Wahlberechtigt sind bei der Bürgermeister-Abstimmung 11.400 Bürger, bei der Europawahl sind es etwa 10.800.

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