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Aus dem Landkreis Immer mehr Naturschutzgebiete im Celler Land
Celler Land Aus dem Landkreis Immer mehr Naturschutzgebiete im Celler Land
07:00 28.04.2019
Von Simon Ziegler
Das Naturschutzgebiet "Meißendorfer Teiche/Bannetzer Moor" wurde 1984 ausgewiesen.
Celle

Im Landkreis Celle gibt es immer mehr Naturschutzgebiete. Derzeit stehen 24 Flächen unter Naturschutz. Damit liegt der Landkreis im Niedersachsen-Trend. Die Zahl der Naturschutzgebiete hat sich im Land binnen eines Jahres von 799 auf 815 erhöht.

"Breites Moor" macht 1975 den Anfang

Das älteste Naturschutzgebiet im Landkreis Celle ist das "Breite Moor" nordöstlich von Celle bei Burghorn, das seit 1975 besteht. Anfang 1990 gab es im Celler Land 13 Naturschutzgebiete, im Jahr 2000 waren es 18. In absehbarer Zeit könnten weitere Flächen dazukommen. Die Landkreisverwaltung plant zum Beispiel entlang der Aller ein neues Schutzgebiet. Allerdings sind die Pläne vor allem in Winsen umstritten, weil Einschränkungen für Landwirte oder Spaziergänger drohen. Einen Fingerzeig, wie es in der Sache weitergehen könnte, wird es vermutlich im Umweltausschuss des Kreistages am 8. Mai geben.

4,9 Prozent der Fläche steht unter Naturschutz

Im Kreis Celle – ohne das Stadtgebiet – stehen 4,9 Prozent der Fläche unter Naturschutz, sagt Landkreis-Sprecher Tore Harmening. Zuletzt kamen das "Lünsholz" bei Unterlüß, das "Quell- und Durchströmungsmoor mit Kleingewässern" bei Dalle, "Hellern bei Wietze" und das Henneckenmoor bei Scheuen dazu. Dass neue Flächen unter Schutz gestellt werden, hängt mit EU-Vorgaben zusammen. Die Mitgliedsstaaten sollen sich mehr in Sachen Arten- und Pflanzenschutz engagieren. Der Bund gab das Thema an die Länder weiter und diese an die Landkreise.

Flussmündungen zählen jetzt mit

In Niedersachsen wuchs die Naturschutzfläche zuletzt um rund zehn Prozent auf 242.000 Hektar an, wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden mitteilte. Der Flächenzuwachs ergibt sich auch daraus, dass die Flussmündungen von Naturschutzgebieten etwa an Ems oder Elbe nun miteinbezogen werden.

Gellener Torfmöörte und Sandgrube Pirgo neu dabei

Zu den 2018 neu ausgewiesenen Schutzgebieten gehören die Gellener Torfmöörte im Kreis Ammerland, das Mascheroder- und Rautheimer Holz in Braunschweig, die Sandgrube Pirgo im Kreis Cloppenburg, das Diepholzer und Neustädter Moor, die Bergwiesen bei St. Andreasberg, das Gildehauser Venn, die Bachtäler im Kaufunger Wald (Kreis Göttingen) oder auch die Meerbruchswiesen in der Region Hannover.

Außerdem hat Niedersachsen 71 EU-Vogelschutzgebiete ausgewiesen, die eine Fläche von rund 340.000 Hektar haben. Geschützt werden dadurch auch Vögel, die auf große ökologisch zusammenhängende Landschaften angewiesen sind wie etwa der Rotmilan, Kiebitze oder Heidellerchen.

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