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Aus dem Landkreis Schluss mit Gelben Säcken in Rathäusern
Celler Land Aus dem Landkreis Schluss mit Gelben Säcken in Rathäusern
20:02 31.01.2020
Von Simon Ziegler
Immer Ärger um die Gelben Säcke. Die Bürgermeister rufen dazu auf, Gelbe Tonnen zu beantragen. Quelle: Christian Link
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Celle

Die Bürgermeister haben die Schnauze voll. Die Verantwortlichen in den Rathäusern sind es leid, sich ständig mit Beschwerden über aufgerissene Säcke und herumfliegenden Plastikmüll beschäftigen zu müssen, obwohl die Entsorgung von Plastikabfällen nicht Sache der Kommune, sondern eine Aufgabe des Dualen Systems Deutschland ist. Und deshalb wurde jetzt entschieden, dass die Gemeinden und Samtgemeinden im Landkreis Celle sowie die Stadt Bergen nur noch übergangsweise die Gelben Säcke in ihren Rathäusern ausgeben werden.

Übergangszeit bis Ende Juni

Am 30. Juni werde Schluss sein, teilte Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisverbandes Celle beim Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund mit. „Wir haben uns intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und uns gegen die weitere Vorhaltung der Gelben Säcke entschieden, weil wir ein deutliches Zeichen weg von den Plastiksäcken und hin zur Gelben Tonne setzen wollen", sagte er. Schließlich sei nicht ersichtlich, warum für die Entsorgung von Plastikmüll neuer Plastikmüll produziert werde. Damit eine Umstellung von Sack auf Tonne mit möglichst wenig Einschränkungen für die Bürger verbunden ist, gilt jetzt die Übergangszeit bis Ende Juni.

Dieses Bild wird bald Vergangenheit sein: Martina Junker gibt im Wietzer Rathaus eine Rolle Gelbe Säcke aus. Quelle: David Borghoff

Bürgermeister haben Kooperation überdacht

Auslöser für den Schritt war der Entsorgerwechsel vom Zweckverband Abfallwirtschaft zur RMG Rohstoffmanagement GmbH. Der vielbeachtete Wechsel, der von etlichen Beschwerden begleitet wurde, hat dem Vernehmen nach dazu geführt, dass die Bürgermeister ihre bisherige Kooperation überdacht haben.

RMG wollte nicht zahlen

„Wenn wir schon die Lasten und damit auch die Kosten für die eigentlich Zuständigen tragen sollen, dann muss dafür auch eine angemessene Entschädigung geleistet werden, zumal wir eine Dienstleistung für ein Privatunternehmen erbringen sollen", sagte Jörg Warncke, Sprecher der Bürgermeister im Landkreis Celle. Dazu sei RMG aber nicht bereit gewesen.

Bürger müssen sich Gelbe Säcke woanders holen

Die Einschränkungen für die Bürger dürften sich indes in Grenzen halten. Die Gelben Säcke wird es zwar nicht mehr in den Rathäusern geben, aber bei diversen anderen Ausgabestellen, zum Beispiel Tankstellen oder Einkaufsmärkten. Die Verwaltungschefs rufen die Bürger dennoch dazu auf, einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten und schnellstmöglich eine Gelbe Tonne zu beantragen, sofern sie noch keine haben.

In der Stadt Celle ändert sich nichts

Bei der Stadt Celle bleibt dagegen alles beim alten. In Sachen Gelbe Säcke gebe es kaum Beschwerden, sagte Stadtsprecherin Myriam Meißner auf CZ-Anfrage. "Von daher sehen wir keinen Grund, unseren Service zu verändern. Bürger bekommen die Gelben Säcke nach wie vor an den Infocountern in den Foyers des Alten und Neuen Rathauses."

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