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Aus dem Landkreis Celler Bürger sollen sich sicherer fühlen
Celler Land Aus dem Landkreis Celler Bürger sollen sich sicherer fühlen
17:24 15.03.2019
Von Christopher Menge
Celles Polizei-Chef Eckart Pfeiffer plant, die City-Wache in Celle wieder regelmäßig zu besetzen und wieder Kontaktbereichsbeamte einzusetzen. Schon seit Oktober gibt es im West- und im Ostkreis wieder 24-Stunden-Dienststellen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Seit sieben Jahren leitet Eckart Pfeiffer die Polizeiinspektion Celle. In der vergangenen Woche hat der 59-jährige Polizeidirektor die Kriminalstatistik 2018 vorgestellt. Über die Diskrepanz zwischen den Zahlen und dem Sicherheitsempfinden hat CZ-Redakteur Christopher Menge mit dem Celler Polizei-Chef gesprochen.

Jeden Tag werden über die Zeitungen und das Internet aktuelle Polizeimeldungen verbreitet. Bei manchen erweckt das den Anschein, dass es immer mehr Straftaten im Landkreis Celle gibt. Die Kriminalstatistik zeigt aber genau das Gegenteil. Wie passt das zusammen?

Wenn wir über Sicherheitsempfinden der Bevölkerung sprechen, ist das etwas, das wir ernst nehmen. Eine Gefühlslage existiert nun einmal. Ich will es mal auf den Punkt bringen: Gefühle sind Tatsachen. Und mit diesen Tatsachen, dass ein Sicherheitsempfinden unter Umständen negativer Art da ist, müssen wir uns auseinandersetzen. Dabei haben wir in der Tat seit 30 Jahren – seit 1988 – den niedrigsten Stand an Straftaten in Stadt und Landkreis Celle. Wir haben ungefähr 10.800 Straftaten im letzten Jahr gehabt und wir hatten über die letzten zehn Jahre immer so einen Schnitt um die 12.000 Straftaten. Wir liegen also zehn Prozent darunter. Aus unserer Sicht ist das ein ausgesprochen positiver Trend. Das heißt wir haben hier eine Diskrepanz zwischen dem, was empfunden wird und dem, was wir objektiviert abbilden.

Was können Sie tun, damit die Bürger mehr Sicherheit verspüren?

Wir haben im Oktober zwei zusätzliche Rund-um-die-Uhr-Dienststellen eingerichtet. Wir waren ja bislang 24/7, also 365 Tage rund um die Uhr, besetzt am Standort in Celle und in Bergen. Nun haben wir zusätzlich eine Rund-um-die-Uhr-Dienststelle in Wietze, also im Westkreis, und eine Rund-um-die-Uhr-Dienststelle durch einen Zusammenschluss der Polizeistationen Wathlingen und Lachendorf im Ostkreis.

Gibt es weitere konkrete Pläne?

Wir betreiben die City-Wache in Celle seit einiger Zeit temporär, also nicht dauerbesetzt. Da planen wir in der Tat wieder eine regelmäßige Besetzung zu gewährleisten. Und wir haben vor einiger Zeit die Kontaktbereichsbeamten aus Personalgründen eingestellt. Dieses Konstrukt werden wir wieder aufleben lassen, weil wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Durch
den IS-Prozess am Oberlandesgericht
gibt es gerade in Celle eine deutlich höhere Polizeipräsenz. Inwiefern gibt es einen Zusammenhang mit dem Rückgang der Straftaten? Hilft die Polizeipräsenz, um das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu erhöhen, oder wird eher das Gegenteil bewirkt?

Am Schlossplatz ist relativ viel Menschenbewegung und von daher haben wir da auch relativ viele Straftaten. Das sind aber von der Qualität her Fahrraddiebstähle, kleine Streitereien und ähnliches mehr. Also nichts, was gravierend wäre. Die Fallzahlen da in dem Bereich sind rückläufig und das bringen wir in der Tat – einfach mit Zahlen belegt – in Verbindung mit der Polizeipräsenz durch die Prozesse vor dem Oberlandesgericht. Das hat aus unserer Sicht eine positive Wirkung.

Warum legen Sie auf den Bereich der Straßenkriminalität ein besonderes Augenmerk?

Straßenkriminalität ist ein sogenannter Summenschlüssel, das heißt wir fassen alle Straftaten statistisch zusammen, die sich im öffentlichen Raum ereignen. Straftaten im öffentlichen Raum werden öffentlich wahrgenommen. Daher haben sie für uns eine bestimmte Qualität. Sie sind geeignet, das Sicherheitsempfinden in der Tat negativ zu beeinflussen. In den letzten zehn Jahren haben wir eine Halbierung der Straftaten im öffentlichen Raum, von knapp 4000 auf 2000. Das ist ein ausgesprochen positiver Trend. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend auch geeignet sein sollte, Sicherheitsempfinden positiv zu beeinflussen.

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