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Aus dem Landkreis Regendrama auf Äckern im Celler Land
Celler Land Aus dem Landkreis Regendrama auf Äckern im Celler Land
17:09 05.01.2018
Quelle: David Borghoff
Celle-Landkreis

Schon im vergangenen Jahr hat der Regen das Erntejahr beeinträchtigt. Im Herbst 2017 kam die Arbeit der Landwirte zeitweise zum Erliegen, weil vielerorts die schweren Maschinen nicht auf den Feldern fahren konnten. Bis heute wurden einige Maisfelder im Celler Land gar nicht abgeerntet. Auf manchen Feldern kamen letztlich statt schwerer Maishäcksler Mähdrescher mit Raupenfahrwerk zum Einsatz, die dann den Mais nur für seine Körner geerntet haben.

Nun beginnt das neue Jahr ähnlich dramatisch, sodass das Ausbringen des Wintergetreides erschwert wird. "Die Landwirte haben weniger Felder mit Wintergetreide bestellt", sagt Kreislandwirt Jürgen Mente. Penshorn hat seinen Roggen erst Mitte Oktober ausgebracht – geplant war Ende September. Auch beim Weizen, für den die Böden trocken sein müssen, kam es zu Verzögerungen. Doch selbst wenn die Saat in der Erde steckt, kann der Regen noch viel zerstören. "Wo der Trecker dreht, ist der Boden verdichtet. Dort hat der Weizen teilweise nicht gekeimt und ist im Boden vergammelt", beschreibt Penshorn die Schwierigkeit. Also musste erneut gedrillt werden.

Seit Mente den Beruf ausübt, habe er "so etwas Extremes noch nicht erlebt". "Es regnet und regnet und regnet. Wir mögen schon fast keinen Regen mehr sehen", sagt er angesichts der Niederschläge, die im Jahr 2017 die 1000-Millimeter-Marke überschritten hätten – ein seltenes Phänomen. "Das ist schon beachtlich", sagt Mente. Normal seien 700 Millimeter.

Die Regenmassen bringen noch ein weiteres Problem mit sich: Die Gülle-Lager sind so gut wie voll. Viele Landwirte konnten im Herbst nicht ihren Wirtschaftsdünger ausbringen, weil die Felder wegen der häufigen Niederschläge nicht befahrbar waren. Gemäß den Sperrfristen der Düngeverordnung darf Gülle erst ab dem 1. Februar wieder ausgebracht werden. Doch nun wird der Platz knapp. "Es gibt nicht genug Lagermöglichkeiten", sagt Mente.

Um zu verhindern, dass Gülle unkontrolliert ins Erdreich abfließt, hat die Landesregierung die Wasser- sowie die Düngebehörde angewiesen, die Gärresteausbringung in Ausnahmefällen zu genehmigen. "Das hat es noch nicht gegeben", sagt Mente. Der Kreislandwirt lobt die "praktikable Lösung", betont aber gleichzeitig, dass ein vorzeitiges Ausbringen der Gülle nur als letztes Mittel genutzt werde. "Vorher werden alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft", sagt Mente. Beispielweise würden sich betroffene Landwirte mit Kollegen austauschen und nach anderen Lagermöglichkeiten suchen.

"Wenn die Not so groß ist, kann man sich beim Landvolk, Beratungsringen und der Landwirtschaftkammer beraten lassen", sagt Mente. Der Dünger könne in Ausnahmefällen auf Grünflächen ausgebracht werden. Für den Kreislandwirt ist das ganz klar eine Notlösung: "Wir wollen den Dünger lieber effektiv nutzen."

Mente und Penshorn setzen auf bessere Bedingungen im Frühjahr. "Wir hoffen, dass das Wetter dreht und es eine Trockenphase für die Aussaat und das Ausbringen von Wirtschaftsdünger geben wird", sagt der Kreislandwirt. Gut wäre auch eine Kälteperiode. "Frost ist für den Naturhaushalt wichtig, auch um Schädlinge zu regulieren", sagt Mente. Aktuell ist fraglich, ob der Winter den Landwirten diesen Gefallen tut.

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