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Aus dem Landkreis Krankenwagen soll nach Bergen
Celler Land Aus dem Landkreis Krankenwagen soll nach Bergen
17:00 12.02.2019
Von Christopher Menge
Kämpfen um die rettungsdienstliche Versorgung in der Stadt Bergen (von links): Jan-Hendrik Hohls, Frank Juchert und Henning Otte. Quelle: Oliver Knoblich
Bergen

Als CDU-Bürgermeisterkandidat reist Frank Juchert derzeit durch die Ortschaften der Stadt Bergen, um Wähler für sich zu gewinnen. Auf ein Thema wird er dabei immer wieder angesprochen – die Vergabe im Rettungsdienst. "Ich nehme die Sorgen der Bevölkerung ernst und rege ein flexibles Flächen-Konzept an, das durch die CDU-Stadtratsfraktion Bergen in den Stadtrat eingebracht werden und mit dem Landkreis Celle als verantwortliche Stelle für den Rettungsdienst umgesetzt werden soll", sagt Juchert. Unterstützung bekommt er von seinen CDU-Parteikollegen, dem Berger Bundestagsabgeordneten Henning Otte und Jan-Hendrik Hohls, Kreistagsabgeordneter aus Becklingen.

Stadt Bergen könnte Mehrkosten übernehmen

"Das für den Standort Beckedorf vorgesehene Krankenfahrzeug soll wieder an einen Standort in der Ortschaft Bergen zurückverlegt werden", so die Forderung. "Hierfür könnte die Stadt Bergen den Standort für das Mehrzweckkrankenfahrzeug stellen und auch die Kosten für die Räumlichkeiten für das Personal übernehmen." Als Standorte könnten das Betriebsgelände und die Räumlichkeiten der Firma Marquardt an der Hermannsburger Straße angemietet oder ein anderer Standort zur Verfügung gestellt werden.

Zwei Rettungswachen in Gemeinde Südheide

Hintergrund ist das Gutachten zur rettungsdienstlichen Abdeckung im Nordkreis. Dieses sieht vor, dass es in Zukunft zwei Rettungswachen in der Gemeinde Südheide gibt, die bestehende in Beckedorf und eine neue in Hermannsburg. So soll die rettungsdienstliche Versorgung im gesamten Nordkreis sichergestellt werden.

Henning Otte: "Verlust für Bergen, den wir so nicht hinnehmen können"

"Wir haben eine neue Situation durch das Ergebnis der stattgefundenen Ausschreibung“, so der stellvertretende Landrat Otte, "mit der voraussichtlichen Übernahme des beauftragten Rettungsdienstes von der Firma Marquardt an die Johanniter soll das bisherige Krankenfahrzeug dauerhaft in Beckedorf stationiert werden. Das wäre ein Verlust für Bergen, den wir so nicht hinnehmen können."

Schnelle Hilfe auch in Becklingen und Wardböhmen

Hohls stößt ins gleiche Horn. "Zum Zeitpunkt der Annahme des Gutachtens zur rettungsdienstlichen Versorgung im Landkreis Celle war der Ausschluss des Rettungsdienstes Marquardts noch nicht bekannt", so der Kreistagsabgeordnete. "Nur mit einem Standort für ein qualifiziertes Krankentransportfahrzeug im Stadtgebiet Bergen wird die Versorgung medizinisch nachhaltig und dauerhaft gewährleistet. Hierdurch erhalten unsere Bürger wie bisher sowohl in der Ortschaft Bergen als auch in Bleckmar, Wardböhmen und Becklingen kurzfristige und schnelle Hilfe."

Johanniter haben Ausschreibung gewonnen

Bei der Ausschreibung des Landkreises Celle hatten sich die Johanniter durchgesetzt. Der bisher beauftragte Rettungsdienst Marquardt hatte daraufhin einen Nachprüfungsantrag gestellt, den die Vergabekammer nach Angaben von Landkreis-Pressesprecher Tore Harmening inzwischen aber abgelehnt hat. Ob Marquardt weitere rechtliche Schritte unternimmt, ist derzeit noch nicht klar.

Absage von Kreisverwaltung

Den CDU-Plänen erteilt Harmening aber schon mal eine Absage. Eine Verlegung des Rettungswagens von Beckedorf nach Bergen sei nicht möglich. "Es gibt einen vom Gutachter festgestellten Suchraum, innerhalb dessen das Rettungsmittel platziert werden muss, damit die Hilfsfristen in diesem Versorgungsbereich eingehalten werden können", so der Landkreis-Sprecher. "Das ist im Bedarfsplan und in der Ausschreibung so festgelegt."

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