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Aus dem Landkreis Rutschpartie zum Wochenstart im Landkreis Celle
Celler Land Aus dem Landkreis Rutschpartie zum Wochenstart im Landkreis Celle
11:01 06.03.2018
Von Carsten Richter
Quelle: Oliver Knoblich
Celle-Landkreis

Zwei Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei waren seit 3 Uhr im Einsatz, um die Lage auf den Celler Kreisstraßen zu überprüfen. Das sei bei diesem Wetter Routine, erklärt Holger Gralher, Leiter der Kreisstraßenmeisterei. "Bei Minusgraden in der Nacht und bei Feuchtigkeit rücken unsere beiden 'Glättemelder' aus." Zunächst war noch alles ruhig, eine Stunde später setzte dann der Regen ein – es wurde spiegelglatt. "Das Rest-Salz auf den Straßen hat nicht mehr ausgereicht", sagt Gralher. Von der Zentrale in Lachendorf und der Außenstelle in Hermannsburg aus waren seine Kollegen mit sieben Großfahrzeugen unterwegs, zusätzlich streuten zwei Fahrzeuge die Radwege ab. Gralher bittet um Verständnis, dass nicht sofort überall Fahrzeuge im Einsatz sind. "Wir können nicht an allen Stellen gleichzeitig sein." Außerdem ist auch die Straßenmeisterei selbst nicht vor Unfällen gefeit. So sind am Montagmorgen in Ahnsbeck beim Abbremsen an einem Fahrzeug Leitungen abgerissen – der Einsatz musste unterbrochen werden, der Wagen zurück ins Depot.

Apropos: Auch die Busfahrer der CeBus mussten eine unfreiwillige mehrstündige Pause einlegen. "Unsere Fahrer entscheiden, ob sie los- oder weiterfahren können", sagt Geschäftsführer Stefan Koschick. Mit Betriebsbeginn sei klar gewesen, dass ein normaler Verkehr nicht möglich ist. Ab 9 Uhr und mit steigenden Temperaturen sei der Betrieb langsam angelaufen, am Mittag habe wieder alles reibungslos funktioniert. Unterdessen hätten zehn Mitarbeiter am Telefon Fragen von Fahrgästen beantwortet, sagt CeBus-Sprecherin Birgit Peters. Darunter seien auch Busfahrer gewesen, die von der Zwangspause durch das Glatteis betroffen waren.

Vom Ausfall des Busverkehrs war auch die Schülerbeförderung betroffen. Nach der Bekanntgabe der CeBus, den Betrieb vorläufig einzustellen, hat der Landkreis entschieden, den Unterricht ausfallen zu lassen. Glatteis am Morgen – beinahe frühlingshafte Temperaturen am Mittag: Wäre also ein späterer Unterrichtsbeginn nicht möglich gewesen? Tore Harmening verneint: "Das wäre logistisch sehr schwierig", erklärt der Sprecher des Landkreises Celle. "Ab wann genau der Verkehr wieder ohne Probleme läuft, lässt sich so nicht vorhersagen." Zudem seien die Buskapazitäten genau aufeinander abgestimmt, weil die Schülerbeförderung fast ausschließlich im Linienverkehr erfolge. Diejenigen Kinder, die trotzdem zur Schule kommen, müssen von Lehrern betreut werden. "Die Lehrer haben Präsenzpflicht, sofern ihnen die Anfahrt bei den Wetterumständen möglich ist", sagt der Landkreis-Sprecher.

Trotz wärmerer Temperaturen ist die Glatteis-Gefahr noch nicht gebannt. Nach Angaben von CZ-Wetterexperte Reinhard Zakrzewski müsse am Mittwoch und Donnerstag in den frühen Morgenstunden erneut mit glatten Straßen gerechnet werden.

Von wo starten die Rettungswagen in Zukunft? Diese Frage ist immer noch nicht beantwortet. Während die Rettungswachen in Celle und Eschede bestehen bleiben sollen und in Winsen ein Neubau an einem anderen Standort geplant ist, wird über die anderen beiden Standorte im Nord- und im Ostkreis weiterhin diskutiert. Eigentlich sollte sich der Kreisausschuss schon am 15. Februar mit dem Gutachten beschäftigen, das vorsieht, dass die Rettungswache in Wienhausen nach Lachendorf zieht und die in Beckedorf eine Außenstelle in Hermannsburg bekommt. Hintergrund ist, dass jeder Einsatzort im Landkreis Celle innerhalb von 15 Minuten erreicht werden muss.

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