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Aus dem Landkreis "Sabine" hält sich zurück im Celler Land
Celler Land Aus dem Landkreis "Sabine" hält sich zurück im Celler Land
16:47 10.02.2020
Am Montag war der Bahnverkehr ab Bahnhof Celle weiterhin eingeschränkt. Etliche Reisende hatten ihre Fahrten am Sonntag umplanen müssen. Teilweise waren Angaben auf Info-Tafeln, Bahn-Homepage und Bahn-App verwirrend oder widersprüchlich, klagten Fahrgäste. Quelle: Benjamin Behrens
Celle

Weitgehend glimpflich sind die Folgen des Sturmtiefs Sabine im Landkreis Celle verlaufen. Lediglich acht sturmbedingte Feuerwehreinsätze habe es gegeben, sagte Kreis-Sprecher Tore Harmening auf CZ-Anfrage. Der Großteil – 26 Einsätze – seien durch die jeweiligen Straßenmeistereien absolviert worden. "Die Straßenmeistereien waren sehr gut vorbereitet", so Harmening. Am meisten zu tun gab es mit elf Einsätzen im Celler Stadtgebiet.

Feuerwehren sprechen von ruhigem Verlauf

Einen "relativ ruhigen Verlauf" bilanziert dementsprechend Florian Persuhn, Sprecher der Feuerwehr Celle. Ebenfalls "überraschend ruhig" fasst Sebastian Gerull von der Feuerwehr Hambühren die Auswirkungen des Sturms zusammen. "Es ist wenig passiert", so der Sprecher. Lediglich einen dicken Ast hätten die Freiwilligen von der Bundesstraße 214 beseitigen müssen.

Die Straßenmeistereien hatten auch im Landkreis Celle (hier ein Bild aus dem Kreis Hildesheim) gut zu tun, waren aber entsprechend vorbereitet.  Quelle: Julian Stratenschulte

Schwierige Arbeiten für Straßenmeisterei Celle

Die Landesstraßenmeisterei Celle war dennoch seit 17 Uhr am Sonntag im Einsatz. Zunächst waren in der "Sprache" zwischen Lachtehausen und Lachendorf Bäume umgestürzt. Auch an Landesstraßen im Nord- und Westkreis sowie an der Bundesstraße 191 mussten die Fahrbahnen von Sturmschäden befreit werden. "Bei den Einsätzen waren einzelne oder mehrere Bäume von der Straße zu entfernen", sagte Straßenmeisterei-Leiter Wolf-Rüdiger Matthies. Unter den Witterungsbedingungen seien die Arbeiten sehr schwierig gewesen. "Darüber hinaus bestand stets die Gefahr, dass weitere Bäume fallen", so Matthies. Das letzte Team habe um 3 Uhr seinen Einsatz beendet, am Montag seien die Straßen weiter aufgeräumt und kontrolliert worden.

Bahnreisende mussten sich auf ICE-Ausfälle einstellen

Am Montag lief der Bahnverkehr wieder vorsichtig an, nachdem er am Sonntag ganz eingestellt worden war. "Wir empfehlen unseren Reisenden, für Montag und Dienstag geplante Fahrten im Fernverkehr auf einen anderen Tag zu verschieben", schrieb die Bahn weiter auf ihrer Internetseite. Am Bahnhof Celle warnte die Bahn über die Anzeigentafeln vor Zugausfällen und riet sich aktuell über ihre Homepage oder die Bahn-App zu informieren. Vor allem Fernreisende mussten sich auf ausfallende ICE-Verbindungen einstellen. Camie Di Domenico musste seine Fahrt zurück zum Bundeswehrstandort Munster umplanen. Der Panzergrenadier ärgerte sich über die unübersichtlichen Informationen durch die Bahn. "Laut der App ist alles okay, laut der Anzeige nicht", kritisierte der Celler.

Schäden an Bahngleisen gab es im Landkreis Celle nicht.  Quelle: -

Keine Schäden an Gleisen oder Oberleitungen

"Es ist relativ glimpflich abgelaufen im Norden", sagte Bahn-Sprecherin Franziska Hentschke am Montagmittag. "Im Raum Celle ist mir nichts von Schäden an den Gleisen oder Oberleitungen bekannt."

Züge mit geringerer Geschwindigkeit unterwegs

Auch Metronom hatte seine Verbindungen ab Celle am Sonntagabend zunächst eingestellt. "Es gilt unverändert verminderte Geschwindigkeit, so dass es insgesamt zu großen Verspätungen kommt", so Metronom-Sprecher Björn Pamperin am Montag.

Unterricht findet wie geplant statt

Im Gegensatz zu anderen Regionen in Niedersachsen hat der Unterricht an den Schulen im Landkreis Celle am Montag planmäßig stattgefunden. "Es muss abgewogen werden, ob die Schüler sicher zu ihren Schulen gelangen können", erklärte Landkreis-Sprecher Harmening. Die letzte Entscheidung hätten aber die Eltern. "Wenn sie in einer solchen Situation entscheiden, das Kind zu Hause zu behalten, weil ihnen der Schulweg nicht sicher genug erscheint, ist das in Ordnung." Eltern sehen das Thema durchaus kontrovers, wie Kommentare auf der CZ-Facebook-Seite zeigen. "Ich möchte nicht, dass meinen Kindern etwas passiert", schrieb eine Nutzerin. "Kein Wunder, dass die Kinder immer mehr verweichlichen und später keine Entscheidungen treffen können, ihnen wird ja alles abgenommen", lautet eine gegenteilige Meinung.

Landkreis Celle informiert nur bei Schulausfall

Fällt der Unterricht nicht aus, wird das durch den Landkreis nicht gesondert kommuniziert, so Harmening. Das hat am Montag an der Paul-Klee-Schule in Celle offenkundig für Irritationen gesorgt. Man sei nicht informiert worden, hieß es bei Facebook. Der Kreis-Sprecher klärt auf: Das Unternehmen, das die Schüler zur Paul-Klee-Schule transportiert, habe eigenständig beschlossen, am nicht zu fahren. "Darüber hat es von sich aus die Schule und die betroffenen Eltern informiert. Künftig wird sich das Unternehmen wieder mit dem Landkreis abstimmen", sagte Harmening.

Von Carsten Richter und Benjamin Behrens

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