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Aus dem Landkreis Schnelle Hilfe in der Dunkelheit
Celler Land Aus dem Landkreis Schnelle Hilfe in der Dunkelheit
07:41 13.11.2018
Von Carsten Richter
In Wietze und Lachendorf ist nun auch nachts mindestens eine Polizeistreife einsatzbereit. Quelle: OFC Pictures
Celle

Einbrüche in Wohnhäuser, Überfälle auf Tankstellen oder ein Verkehrsunfall mit schwerverletzten Personen: Vorfälle wie diese ereignen sich häufig am späten Abend oder in der Nacht. Dann ist die schnelle Hilfe der Polizei gefragt. Was aber, wenn die nächste einsatzbereite Streife kilometerweit weg ist und viel Zeit bei der Anfahrt verloren geht? Das war besonders in den Randgebieten des Landkreises Celle ein Problem. Nun aber wurde Abhilfe geschafft: Die Polizei hat seit 1. Oktober ihre Präsenz in Lachendorf und Wietze erhöht. Die dortigen Stationen werden nun rund um die Uhr betrieben.

Konkret bedeutet dies: Mindestens ein Funkstreifenwagen der beiden Polizeistationen ist auch nachts einsatzbereit. Das hat mehrere Vorteile, wie die Celler Polizeisprecherin Birgit Insinger erklärt. Zum einen seien die Beamten bei Einsätzen schneller vor Ort, zum anderen seien Präventions- und Kontrollmaßnahmen in größerem Umfang durchführbar. „Außerdem erfahren die Einsatz- und Streifendienste in Celle und Bergen dadurch eine spürbare Entlastung“, so Insinger.

Bislang war die Zuständigkeit in der Nacht wie folgt geregelt: Wurde die Polizei zu einem Notfall in den Samtgemeinden Lachendorf, Wathlingen und Flotwedel sowie in der Gemeinde Eschede gerufen, ist ein Streifenwagen aus Celle gekommen. In den westlichen Landkreis, also in die Gemeinden Hambühren, Wietze und Winsen, sind Beamte aus Celle oder Bergen ausgerückt.

Mit dem neuen 24-Stunden-Betrieb ist eine Dauerbesetzung der Polizeistationen allerdings nicht verbunden, betont Insinger. Das hänge mit der Hierarchie innerhalb der niedersächsischen Polizei zusammen. „Eine Station kann, aber muss nicht besetzt sein“, so Insinger. Das heißt, wenn zwei Beamte außerhalb des Regeldienstes gerade im Einsatz sind, muss in der Wache kein dritter Kollege präsent sein. Anders verhält es sich bei einem Kommissariat – wie etwa in Bergen. Hier muss immer ein Beamter anzutreffen sein.

Die Polizei hat die dunkle Jahreszeit und die dadurch erfahrungsgemäß erhöhte Zahl an Einbrüchen zum Anlass genommen, um ihre Präsenz im Landkreis dauerhaft zu erhöhen. Das ist auch deshalb möglich, weil die Polizeiinspektion Celle Verstärkung bekommen hat. Im Oktober sind 21 neue Beamte hinzugekommen, die direkt auf die Dienststellen verteilt wurden.

Eine weitere Neuerung: In den übrigen sechs Polizeistationen sind nun verlässliche Öffnungszeiten eingerichtet worden. „Das bedeutet, dass sie zu den genannten Zeiten immer besetzt sind. Die neue Regelung soll ein Mehr an Bürgernähe bedeuten“, erklärt Insinger. Bislang seien die Stationen in Hermannsburg, Unterlüß, Faßberg, Wienhausen, Eschede und Eldingen sehr unregelmäßig besetzt, etwa bei einem Einsatz. Zunächst seien die verlässlichen Öffnungszeiten in Wienhausen getestet worden. Insinger: „Die Regelung hat sich dort bewährt.“

Verlässliche Öffnungszeiten

Eldingen: Dienstag 9 bis 12 Uhr; Mittwoch 14 bis 18 Uhr

Eschede: Dienstag 9 bis 12 Uhr; Mittwoch 13.30 bis 16 Uhr

Faßberg: Montag und Freitag 9 bis 12 Uhr; Mittwoch 13 bis 15.30 Uhr

Hermannsburg: Montag 12 bis 15 Uhr; Mittwoch und Freitag 9 bis 12 Uhr

Unterlüß: Dienstag 9 bis 12 Uhr; Donnerstag 10 bis 13 Uhr

Wienhausen: Montag, Dienstag und Donnerstag 9 bis 12 Uhr; Mittwoch 13 bis 16 Uhr