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Aus dem Landkreis Sommerwetter mit einzelnen Gewittern
Celler Land Aus dem Landkreis Sommerwetter mit einzelnen Gewittern
17:50 04.07.2011
Von Simon Ziegler
Bewegung in der Hitze-Emma Quelle: nicht zugewiesen
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Landkreis Celle

„Fällt Regen am Heimsuchungstag (2. Juli), vier Wochen lang er währen mag“, lautet eine bäuerliche Wetterweisheit. Und da regnete es in der Südheide zeitweise was das Zeug hielt. Doch keine Bange: Ab morgen geht‘s mit dem Sommer erstmal ordentlich bergauf, auch wenn er weiterhin auf wackligen Beinen steht. Schuld daran ist der relativ niedrige Luftdruck über Deutschland, der sich auf der Vorderseite eines Tiefs bei Irland bis zum Wochenende nur zögernd erholt. So können sich in der feuchtwarmen Luft immer wieder gewittrige Störenfriede entwickeln. Nach Durchzug einer solchen Gewittergruppe morgen Nachmittag können wir uns ab Donnerstag auf sommerliche 25 bis 27 Grad einstellen.

Nach dem sehr sonnigen Frühjahr zeigte sich der Juni von seiner sehr feuchten Seite. Die Tage mit warmen, teils heißem Wetter konzentrierten sich auf den Anfang und die Zeit gegen Ende des Monats. In diesem Zusammenhang bemerkenswert: Der Siebenschläfertag (27. Juni), der ja das Wetter der sieben Folgewochen bestimmen soll, war diesmal einer der sonnigsten und wärmsten jemals. Im zweiten Monatsdrittel, während der „Schaftskälte“, erlitt der Juni den üblichen Schwächeanfall. Trotzdem war die Anzahl der Sommertage (ab 25 Grad) und heißen Tage (ab 30 Grad) überdurchschnittlich hoch.

Im Monatsverlauf griffen Gewitterfronten zunehmend ein. Wie im Sommerhalbjahr üblich gingen die Niederschläge oftmals in Form heftigen Regen- und Gewittergüsse nieder. Ordentlich zur Sache ging‘s am Abend des 29. Juni in weiten Teilen der Zentral- und Südheide. Sintflutartige Sturzregen sorgten für Überflutungen. Dabei kamen binnen einer Stunde in Celle 30 Liter pro Quadratmeter runter. Fassberg meldete insgesamt 60 Liter, Zernin 61 Liter und Uelzen 64 Liter Regen pro Quadratmeter. In Celle wurde mit 83 Liter der alte Juni-Tagesrekord vom 18. Juni 1969 (58 Liter) sogar massiv überboten, in Fassberg der vom 10. Juni 1940 (47 Liter) noch deutlich. Bis auf einige örtliche Ausnahmen endete der Juni zu nass.