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Aus dem Landkreis Neujahrsempfang: Von AKK bis zum AKH
Celler Land Aus dem Landkreis Neujahrsempfang: Von AKK bis zum AKH
17:56 06.01.2019
Von Christopher Menge
Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (Mitte) und Lena Düpont (links daneben), CDU-Kandidatin bei der Europawahl, waren die Gäste beim Neujahrsempfang der CDU. Quelle: Oliver Knoblich
Nienhof

Da die niederländischen Mädchen attraktiver waren, ging Reinhold Hilbers, der heute niedersächsischer Finanzminister ist, gerne mal im Nachbarland in die Diskothek. Von seiner Heimat, der Grafschaft Bentheim, ist das ein Katzensprung, allerdings kam man Anfang der 1980er Jahre nach 22 Uhr nicht mehr über die Grenze. "Das kann ich meinen Kindern heute nicht mehr erklären", sagte Hilbers am Sonntag beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes Celle und des Samtgemeindeverbandes Flotwedel. "Wir brauchen offene Grenzen und wollen weiterhin von der Pluralität in Europa profitieren." Die Europawahl am 26. Mai hatte bei der traditionellen Veranstaltung im Gasthaus Duda in Nienhof einen hohen Stellenwert, aber es ging auch um die Sanierung des Oberlandesgerichts (OLG) Celle, aktives Wolfsmanagment und den Breitbandausbau im Landkreis Celle sowie um die Finanznöte des Allgemeinen Krankenhauses (AKH), um Friedrich Merz und um den Hamburger Sportverein.

Friedrich Merz soll eingebunden werden

Der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Henning Otte rechnete nämlich vor, dass der HSV in den vergangenen 18 Jahren, in denen einzig Angela Merkel die CDU führte, 23 Trainer gehabt habe. Nun hat Annegret Kramp-Karrenbauer den Bundesvorsitz bei den Christdemokraten übernommen. Otte forderte, dass der bei der Wahl unterlegene Friedrich Merz aber auch eingebunden werden sollte. Mit Hilbers hatte er hier einen Fürsprecher. "Die Themen müssen weiterleben", sagte der 54-Jährige.

Abschaffung des Soli gefordert

Der Finanzminister berichtete stolz, dass das Land erstmalig 100 Millionen Euro in die Schuldentilgung gesteckt habe, machte aber auch deutlich, dass das Geld, das verteilt werden soll, erst einmal verdient werden müsse. "Und diejenigen, die das Geld erwirtschaften, müssen auch am meisten davon haben", sagte der Finanzpolitiker. Neben einer kompletten Abschaffung des Solidaritätszuschlags forderte er auch eine Reform der Unternehmenssteuer und betonte, dass man mit Ländern wie den USA oder Frankreich in Konkurrenz stehe.

Lena Düpont möchte nach Europa

Zuvor hatte Lena Düpont aus dem Kreis Gifhorn, die auf Platz drei der niedersächsischen CDU bei der Europawahl steht, für einen Erhalt der europäischen Errungenschaften – Frieden, Freiheit, Wohlstand – geworben. "Wir brauchen nicht mehr Europa, aber wir brauchen in den Fragen, wo es für alle gewinnbringend ist, ein besseres, schnelleres und effizienteres Europa."

Otte betonte, dass die Europawahl für die Sicherheit und Zukunft Deutschlands enorm wichtig sei. Für die Zukunft im Landkreis Celle hat der Glasfaserausbau einen riesigen Stellenwert. Landrat Klaus Wiswe will, dass es überall schnelles Internet gibt. "Dafür müssen die Spielregeln geändert werden", sagte er. "Es darf nicht sein, dass wir ausgebremst werden, wenn ein Telekommunikationsunternehmen sagt, dass sie in einem Gebiet investieren wollen, es dann aber nicht tut."

Schwere Entscheidungen beim AKH

Wiswe kündigte außerdem an, dass beim AKH schwere Entscheidungen anstünden. Schließlich schreibe das Krankenhaus keine schwarzen Zahlen. Es muss daher nach Einsparmöglichkeiten gesucht werden. "Wenn man zum Beispiel mit der Belieferung der Schulmensen kein Geld verdient, muss man das anderen überlassen", sagte Wiswe.

Minister besucht OLG Celle

Der Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann hatte neben einem aktiven Wolfsmanagement Finanzminister Hilbers aufgefordert, Geld für die Sanierung des OLG Celle zur Verfügung zu stellen. Der Minister will sich am Montag zumindest vor Ort ein Bild machen.

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