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Aus dem Landkreis Suedlink-Entscheidung Ende des Jahres erwartet
Celler Land Aus dem Landkreis Suedlink-Entscheidung Ende des Jahres erwartet
06:29 23.05.2019
Von Simon Ziegler
Beim Infomarkt zu Suedlink in der Celler Congress Union beantwortete Bernd Christa die Fragen interessierter Besucher. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Der Netzbetreiber Tennet hat am Dienstag in der Congress Union in Celle über den Stand beim Jahrhundert-Projekt Suedlink informiert. Das Wichtigste aus Celler Sicht: Nach wie vor gilt, dass die Vorzugstrasse nicht durch den Landkreis Celle verlaufen soll. Das heißt aber nicht, dass es auch tatsächlich so kommt. Denn die Entscheidung liegt bei der Bundesnetzagentur.

Zwei Trassen vorgelegt

Der Betreiber hat zwei verschiedene Trassen vorgelegt. Eine verläuft durch den Kreis Celle, die andere westlich von Hannover, Hildesheim und Göttingen. Tennet hat die "Hannover-Variante" im Februar als Vorzugstrasse vorgeschlagen. Derzeit werden Einwände und Stellungnahmen geprüft, sagte Elisabeth Benecke, Referentin für Bürgerbeteiligung bei Tennet. Ab Mitte des Jahres sollen die Einwände bei Erörterungsterminen diskutiert werden. Eine endgültige Entscheidung zur Trasse wird frühestens Ende des Jahres erwartet.

BI Adelheidsdorf warnt vor "Industrieanlage"

Beim Info-Markt dabei war am Dienstag Angela Hoffmann von der Bürgerinitiative aus Adelheidsdorf. Sie ist sich noch nicht sicher, dass der Kelch am Kreis Celle in Sachen Suedlink vorübergeht. "Wir waren erst Vorzugstrasse, dann nicht mehr", sagte sie. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Bundesnetzagentur am Ende die Pläne doch wieder umdrehe. Außerdem "müssen wir weiterhin klarmachen, dass wir nicht möchten, dass diese Industrieanlage mitten durch das Dorf geht", sagte sie. Es gehe der Adelheidsdorfer Bürgerinitiative nicht ums Sankt-Florian-Prinzip. Wenn es aber doch auf die Trasse durch den Kreis Celle hinauslaufen sollte, gebe es an der ICE-Strecke eine verträglichere Lösung.

Bundesverband will dezentrale Lösungen

Siegfried Lemke, Niedersachsen-Sprecher vom Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen Suedlink, übt grundsätzliche Kritik. "Wir sind generell gegen den Bau von Suedlink", sagte er. Der Bundesverband hält nichts davon, eine Leitung durchs ganze Land zu bauen, sondern macht sich für eine dezentrale Energiepolitik stark. Das heißt: Erzeugung von Strom aus Wind- und Sonnenenergie sowie Biomasse vor Ort.

700 Kilometer lange Stromleitung

Mit dem Bau der XXL-Trasse soll laut Tennet im Jahr 2021 oder 2022 begonnen werden. Die 700 Kilometer lange Stromleitung soll von Schleswig-Holstein durch Niedersachsen über Nordhessen und Südthüringen nach Bayern und Baden-Württemberg verlaufen. So soll Strom ab 2025 aus erneuerbaren Energien von der Küste bis nach Bayern fließen. Der Verlauf und die geplanten Entschädigungen für Landwirte sind in Niedersachsen sehr umstritten.

2020 soll an im Landkreis Celle eine HBG-Außenstelle eingerichtet werden. Auch über das Westkreis-Gymnasium diskutierte der Schulausschuss.

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