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Aus dem Landkreis Warum die Schwalben im Sinkflug sind
Celler Land Aus dem Landkreis Warum die Schwalben im Sinkflug sind
06:07 21.05.2019
Von Simon Ziegler
Der Spatz wurde in der Region Heide-Wendland am häufigsten gesichtet. Quelle: Bernd Thissen
Celle

Das Zwischenergebnis der bundesweiten Aktion „Stunde der Gartenvögel“ zeigt für die Region Heide-Wendland einen starken Rückgang von Mehlschwalben und Mauerseglern. Auf Platz eins bleibt dagegen auch in diesem Jahr mit großem Abstand der Haussperling. Bis Mittwoch vergangener Woche hatten in der Region über 700 Vogelfreunde aus mehr als 450 Gärten über 17.000 Vögel gemeldet – das ist bereits jetzt weit mehr als im vergangenen Jahr. Bundesweit haben sich über 60.000 Vogelfreunde beteiligt und aus mehr als 41.000 Gärten und Parks über 1,3 Millionen Vögel an den Nabu und seinen bayerischen Partner, den Landesbund für Vogelschutz (LBV), gemeldet. Damit deutet sich schon jetzt ein Teilnehmerrekord bei Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmach-Aktion an, die gestern offiziell zu Ende ging.

Sorgenkind Amsel: Auch in Niedersachsen wütet die tödliche Krankheit "Usutu".

Spatzen profitieren vom Rekordsommer 2018

Es ist zwar nur das vorläufige Endergebnis, dennoch steht der Spitzenreiter unter den Gartenvögeln in diesem Jahr im Heide-Wendland bereits fest: Der Spatz wurde nach den ersten Auszählungen bereits fast doppelt so häufig gesehen wie Amsel, Meise oder Star. „Die Spatzen konnten vom Rekordsommer 2018 profitieren“, sagte Andrea Pohlen, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland. „In fast alle Landkreisen der Region wurden prozentual mehr von ihnen gezählt.“

Eine Blaumeise blickt aus einem Nistkasten in einer Gartenanlage.

Katastrophale Zahlen für Mauersegler und Mehlschwalben

Schlecht sieht es dagegen für Mauersegler und Mehlschwalben aus. „Die Zahlen für diese beiden Arten sind katastrophal“, so Pohlen weiter. „Im vergangenen Jahr konnten ein Drittel mehr Mehlschwalben und fast 70 Prozent mehr Mauersegler in der Region beobachtet werden.“ Lediglich im Landkreis Lüchow-Dannenberg sei die Anzahl der Mehlschwalben gleich geblieben. Eine wetterbedingt spätere Ankunft der Tiere, aber auch das Fehlen der Fluginsektennahrung und das Verschwinden von Brutnischen an Gebäuden seien wahrscheinlich die Ursachen für dieses Ergebnis.

Viele Amseln sind krank

Für das Sorgenkind Amsel könne derzeit im Gegensatz zum bundesweiten Trend in der Region Heide-Wendland kein Rückgang verzeichnet werden. In den Bundesländern Hamburg und Bremen trat 2018 erstmals die tödliche Krankheit „Usutu“ auf. Zahlreiche erkrankte Amseln wurden auch aus Niedersachsen gemeldet. Besonders in diesen Regionen wurden in diesem Jahr weit weniger Amseln gesichtet.

Mehr Infos

Insektensommer

Alle Ergebnisse aus 15 Jahren „Stunde der Gartenvögel“ können im Internet unter www.nabu.de/15-jahre-sdg eingesehen werden. Ab Ende Mai findet wieder die Nabu-Mitmach-Aktion Insektensommer statt, bei der Insekten gezählt werden. Mehr Information unter www.insektensommer.de.

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