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Aus dem Landkreis Die Überforderung der Bürger mit dem Amt
Celler Land Aus dem Landkreis Die Überforderung der Bürger mit dem Amt
13:06 04.04.2019
Von Jürgen Poestges
Cover „Vertelljes oder Was Elsa Harms bemerkenswert fand!“ Quelle: Fremdfotos/eingesandt
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Hermannsburg

Sybille Harms-Fitzner hat eine große Fleißarbeit verrichtet. „Es war so viel Material. Und es war nicht einfach, auszuwählen, was nun in das Buch kommen soll und was nicht.“ „Was Elsa Harms bemerkenswert fand“ heißt das aktuelle Buch der 71-Jährigen. „Ich habe im Nachlass meiner Tante handgeschriebene Notizen gefunden, die mit „Vertelljes“ überschrieben waren“, erzählt Harms-Fitzner.

Besondere Beziehung zu Elsa Harms

„Zu Elsa Harms hatte ich eine besonders enge Beziehung. Und als ich nach ihrem Tod den Nachlass bekam, war es erst einmal ein großer Wust an Unterlagen.“ Einiges davon habe sie immer noch nicht gesichtet. „Was Elsa besonders bemerkenswert erschien, schrieb sie auf, schnitt es aus oder verwahrte Abbildungen.“

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Die sind dann in dem Buch genauso aufgegangen wie Zeitungsausschnitte oder Briefe.

Buch umfasst drei Teile

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Die Dorfgemeinschaft, Kirche und Schule und Gesundheitswesen. „Wobei die beiden ersten Teile ineinander übergehen“, sagt die Autorin. Und den dritten Teil, sagt sie, würde sie in einer neuen Auflage etwas anders gestalten.

"Volkspflegerin" im Gesundheitsamt

Von 1940 bis 1970 arbeitete Elsa Harms als „Volkspflegerin“ im Gesundheitsamt Celle. Sie war zuständig für den Bereich Hermannsburg und die Region. „Sie hatte den großen Vorteil, dass sie durch ihre Familie, die seit Generationen dort beheimatet war, über das Dorf Bescheid wusste und die Familien kannte.“

Zitate aus Briefen

Im letzten Teil tauchen dann solche Sätze auf wie „Heute komme ich zu Ihnen mit einer Angelegenheit, die Sie gar nichts angeht“ oder „Ich quäle mich seit Jahren mit der Geburt meines Großvaters. Bitte unterstützen Sie mich dabei.“ „Das sind viele Zitate aus Briefen, die die Bürger an das Amt geschrieben haben. Einiges verführt schon zum Lachen darüber.“ So aber sei das nicht gemeint gewesen. „Ich wollte dadurch zeigen, wie überfordert der Normalbürger im Umgang mit dem Amt war.“.

„Vertelljes oder Was Elsa Harms bemerkenswert fand“, Lesung am Freitag, 12. April, um 19.30 Uhr Uhr im Aira-Saal im Ludwig-Harms-Haus, Harmsstraße 2, in Hermannsburg.

Carsten Richter 04.04.2019
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