Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Aus dem Landkreis Polizei ermittelt wegen Tötungsdelikt (Video)
Celler Land Aus dem Landkreis Polizei ermittelt wegen Tötungsdelikt (Video)
19:10 18.03.2019
Von Simon Ziegler
Symbolfoto Quelle: Alex Sorokin
Celle

Grausiger Fund im Celler Ostkreis: Am Mittwochabend vergangener Woche haben Polizeibeamte nach einem Zeugenhinweis in einem Auto den Leichnam eines neugeborenen weiblichen Babys entdeckt. Die Ermittlungen ergaben, dass die 29 Jahre alte Mutter und Halterin des Autos das Kind etwa eine Woche zuvor nach Frühwehen zu Hause entbunden hatte. Das gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Zum Schutz der Familie und um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden, wurden auf CZ-Nachfrage keine weiteren Details zum Auffindeort bekannt gegeben.

Baby könnte erstickt sein

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Celle ermitteln wegen eines Tötungsdelikts, sagte Polizeisprecherin Birgit Insinger. Es besteht der Verdacht, dass das Neugeborene infolge einer Sauerstoffunterversorgung gestorben sei. Möglicherweise sei das Baby erstickt. Die genaue Todesursache steht bislang aber noch nicht fest. Die gerichtsmedizinische Untersuchung und weitere Ermittlungen dauern noch an.

Mutter ist auf freiem Fuß

Die Mutter des neugeborenen Mädchens sei nach Angaben von Oberstaatsanwalt Lars Janßen nicht festgenommen worden und befinde sich derzeit nicht in Haft. Es liege auch kein Haftbefehl vor, da es sich lediglich um einen Anfangsverdacht und nicht um einen dringenden Tatverdacht handele. Die Frau befindet sich bei ihrer Familie. „Die Ermittlungen sind noch ganz am Anfang. Zunächst muss die genaue Todesursache geklärt werden“, führte Janßen im Gespräch mit der CZ aus. Ob Fahrlässigkeit oder Vorsatz die Tragödie ausgelöst hätten, sei noch unklar. "Wenn sichere Erkenntnisse vorliegen, werden wir die Öffentlichkeit informieren", sagte der Oberstaatsanwalt. Über den Vater des toten Babys ist derzeit nichts bekannt. Die beteiligten Beamten würden zur Zeit nicht psychologisch betreut, ihnen stehe aber jederzeit die Möglichkeit offen auch später die Folgen des Einsatzes zu verarbeiten, so Insinger.

Der schreckliche Fund bewegte gestern viele Menschen im Landkreis Celle. Über die Sozialen Medien drückten etliche Celler ihre Trauer aus.

Mai 2017: Toter Fötus in Faßberg entdeckt

Es ist nicht das erste Mal, dass im Landkreis Celle ein toter Säugling entdeckt wird. Im Mai 2017 hatten Mitarbeiter des Abwasserverbandes in Faßberg einen toten Fötus beim Reinigen eines Schachtes in einer Pumpstation entdeckt. Bis heute ist unklar, wer die Mutter des Fötus ist und wie er in die Pumpstation gekommen war. Obwohl damals die Polizei unter anderem mit einer Plakataktion nach Hinweisen gesucht und das Landeskriminalamt Spuren ausgewertet hatte, wurde der Fall nicht aufgeklärt. Die Mutter wurde nie ausfindig gemacht. Über den toten Fötus war 2017 deutschlandweit berichtet worden. Anwohner in Faßberg hatten erschüttert auf den grausigen Fund reagiert.

In Stadt und Landkreis Celle gab es so wenig Straftaten wie seit 30 Jahren nicht mehr. Trotzdem gibt es ein negatives Sicherheitsempfinden.

Christopher Menge 15.03.2019

Wenn Unterricht ausfällt, soll das künftig im Zeugnis stehen. Das fordert die FDP Bergen. Der Kreisverband zieht aber nicht mit.

Christopher Menge 14.03.2019
Aus dem Landkreis Missionswerk Hermannsburg - Menschheit als Netzwerk

Unter dem Eindruck der globalen Flüchtlingskrise fand das Jahrestreffen des evangelisch-lutherischen Missionswerkes (ELM) in Hermannsburg statt.

13.03.2019