Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Aus dem Landkreis Bei Tempo 30 auf Bundesstraßen gibt’s Bewegung
Celler Land Aus dem Landkreis Bei Tempo 30 auf Bundesstraßen gibt’s Bewegung
05:52 08.02.2019
Von Carsten Richter
Am Seniorenheim An den Aschauteichen in Eschede rauscht der Verkehr vorbei. Gilt hier künftig Tempo 30? Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Autofahrer ausbremsen will die Stadt Celle mit der Ausweisung weiterer Tempo-30-Zonen. Hintergrund ist eine Novelle der Straßenverkehrsordnung, in der es heißt, dass innerhalb geschlossener Ortschaften „die Geschwindigkeit im unmittelbaren Bereich von an Straßen gelegenen Kindergärten, -tagesstätten, -krippen, -horten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen für geistig oder körperlich behinderte Menschen, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern in der Regel auf Tempo 30 zu beschränken“ sei. Die Novellierung gilt neben Kreis- und Landesstraßen auch für Bundesstraßen. Das bedeutet, dass sich auch einige Kommunen im Celler Umland nun mit der Einführung weiterer Geschwindigkeitsbegrenzungen befassen müssen – und es dort möglicherweise bald langsamer vorangeht.

Ortsbegehung in Eschede geplant

Eschede: Im Kernort an der B191 wurden in der Vergangenheit Tempo-30-Zonen ausgewiesen. „Die gesetzliche Regelung führt dazu, dass weitere Bereiche gegebenenfalls neu zu regeln sind“, teilt Eschedes Bürgermeister Günter Berg auf CZ-Anfrage mit. Die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Celle soll an drei Stellen an der Bundesstraße eine Ausweisung prüfen. Dies betrifft den Ortseingang aus Richtung Celle, wo es eine Einrichtung für betreutes Wohnen gibt, sowie den Bereich um das Senioren- und Pflegeheim An den Aschauwiesen und die Demenz-WG „Mittendrin“ in der Ortsmitte. Wie die Gemeinde und der Landkreis unisono mitteilen, ist hier eine Ortsbegehung geplant.

Die Gruppe Grüne/FDP im Gemeinderat hatte mehrfach auf eine Einführung weiterer Tempolimits gedrängt, unter anderem an der B191. Ein entsprechender Antrag hatte aber keine Mehrheit im Rat gefunden. Auch Bernd Janz, Leiter der Straßenverkehrsbehörde beim Landkreis, hatte sich bislang gegen Tempo 30 ausgesprochen.

Vier Teilstrecken in Wietze auf dem Prüfstand

Wietze: Die Bemühungen der Gemeinde, ein nächtliches Tempo-30-Limit auf der B214 zu erwirken, waren nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Klußmann bislang erfolglos. Durch die aktuellen Diskussionen aber habe die Gesetzesnovelle wieder an Beachtung gewonnen. Vier Teilstrecken kämen für eine Geschwindigkeitsreduzierung in Frage: die Bereiche um die Kita Fliegenpilz, die beiden Alten- und Pflegeheime sowie die Grundschule. „Sollte eine entsprechende Geschwindigkeitsreduzierung umgesetzt werden, würden in der Ortsdurchfahrt Wietze künftig insgesamt neun sich abwechselnde Geschwindigkeitsbereiche gelten“, betont Klußmann. Ob das befriedigend sei und ein Antrag an den Landkreis gestellt werden soll, sei in Kürze Thema im Infrastrukturausschuss.

Neuer Vorstoß an Grundschule Oldau

Hambühren: In der Nachbargemeinde sei Tempo 30 an der Bundesstraße kein Thema, da es dort keine der genannten Einrichtungen gebe, so Bürgermeister Thomas Herbst. Mit dem Versuch, an der L298 im Bereich der Grundschule Oldau in Ovelgönne ein weiteres Tempolimit einzuführen, ist die Verwaltung bisher beim Landkreis gescheitert. „Wir werden aber einen erneuten Vorstoß wagen. Aus unserer Sicht ist dort Tempo 30 angebracht“, sagt Herbst.

In Sülze wird noch geprüft

Bergen: Im Umfeld der meisten Schulen und Kindertagesstätten seien Geschwindigkeitsanpassungen umgesetzt, heißt es von der Stadt Bergen. Anders verhält es sich im Bereich der Senioreneinrichtungen im Kernort an der L281 sowie in Sülze. In Bergen habe der Landkreis kürzlich eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde angeordnet. „Eine Beschilderung wurde vorgenommen“, so der Erste Stadtrat Frank Juchert. In Sülze stehe eine Einzelfallprüfung noch aus.

Eicklingen: Derzeit sind laut Bürgermeister Jörn Schepelmann keine neuen Geschwindigkeitsbegrenzungen geplant. In reinen Wohngebieten gebe es Tempo-30-Zonen, darüber hinaus sind aufgrund der Gesetzesnovelle keine Änderungen erforderlich.

Landkreis-Sprecher: Es gibt Ausnahmen

Das sagt der Landkreis: Die Kreisverwaltung trifft die Entscheidung über neue Tempolimits. Sprecher Tore Harmening erläutert, dass jeder Einzelfall auf die örtlichen Begebenheiten hin geprüft werde. „Dabei müssen die Schutzinteressen der Bewohner beziehungsweise der genannten Einrichtungen und die Verkehrsinteressen der Allgemeinheit abgewogen werden.“ Es gehe auch darum, ob auf andere Weise – etwa durch Zebrastreifen oder Bedarfsampeln – für Sicherheit gesorgt werden könne. Das bedeutet im Klartext: Grundsätzlich ist Tempo 30 in diesen Bereichen vorgesehen – es gibt aber Ausnahmen.

Wolf "GW717m" soll abgeschossen werden. 14 Wolfsberater aus Niedersachsen haben dazu aber noch viele Fragen an Umweltminister Olaf Lies.

Christopher Menge 05.02.2019

Viele Vereine und Ortsfeuerwehren im Landkreis Celle sammeln Altpapier, um sich etwas dazu zu verdienen. Aber lohnt sich das überhaupt noch?

Christian Link 04.02.2019

Wer sich ehrenamtlich engagiert, bekommt ab sofort ein VIP-Ticket, wenn er sich bei der Sparkasse Celle für einen Ausbildungsplatz bewirbt.

Christopher Menge 04.02.2019