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Aus dem Landkreis Anfangs schmuddelig, später winterlich
Celler Land Aus dem Landkreis Anfangs schmuddelig, später winterlich
14:39 04.01.2019
Recht regnerisch ist das neue Jahr gestartet. Doch der Winter könnte noch kommen. Quelle: Marijan Murat
Celle

Blickt man in die Wetterkarten der kommende Woche, ist von Frost und Schnee zunächst nichts zu sehen. Bis Wochenmitte blieb uns im Raum Celle das vielfach graue und milde Schmuddelwetter erhalten. Erst danach ändert sich in der Wetterküche etwas. Nach dem Abzug eines intensiven Tiefs am Mittwoch gehen die Temperaturen aus Nordosten deutlich zurück. Gebietsweise ist sogar leichter Dauerfrost nicht ausgeschlossen. Dazu wäre regional auch etwas Schnee möglich. Ob sich danach erneut mildere Luft mit Regen durchsetzt, muss sich noch zeigen. Es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass sich der Winter sogar länger festsetzt.

Gibt Väterchen Frost noch eisige Visitenkarte ab?

Als eine wichtige Wegmarke für den Verlauf des Hoch- und Spätwinters gilt der Dreikönigstag am morgigen Sonntag. Von ihm heißt es aus gutem Grund: “Ist bis Dreikönig kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter.“ Diese Regel hat sich in den vielen warmen Wintern der vergangenen Jahrzehnte oft bestätigt. Im vergangenen Jahr ausnahmsweise nicht, denn nach einem harmlosen Dezember und Januar fletschte der Spätwinter im Februar noch ordentlich die Zähne. Was die Wetterküche diesmal aus dem milden Dreikönigstag macht, bleibt eine spannende Frage. Ob Väterchen Frost noch seine eisige Visitenkarte abgeben wird?

Feuchter Dezember Segen für Landwirtschaft

Anfang Dezember bewegte uns die Hoffnung: Wird die Jahrhundertdürre gebrochen oder nicht? Und ja, pünktlich zum 1. Dezember wendete sich das Blatt. Die bis dato vorherrschenden Hochdruckgebiete zogen nach Osten ab. Sie machten den Weg für Atlantiktiefs frei, die mit ihren Regenfronten direkt über Mitteleuropa hinwegwanderten. Für Natur und Landwirtschaft war der feuchte Dezember ein wahrer Segen. Der Kreis Celle verzeichnete durchweg ein Plus von zehn bis 30 Prozent an Niederschlägen. Hinsichtlich der Aufstockung der ramponierten Wasservorräte bleibt allerdings noch jede Menge Luft nach oben.

Reigen der zu warmen Monate fortgesetzt

Im Gegensatz zum Niederschlag setzte sich bei den Temperaturen der Reigen der zu warmen Monate fort. Bei einem Dezembermittel von 4,6 bis 5,2 Grad, der viert- bis fünfhöchsten positiven Abweichung seit Messbeginn, blieb Schnee – bis auf ein wenig Weiß am Morgen des 17. Dezember – ein Fremdwort. Angesichts dieser hohen Temperaturen wundert es nicht, dass wir nun schon das achte grüne Weihnachtsfest in Folge erlebten.

Von Reinhard Zakrzewski

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