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Bergen Ortsteile Mit dem Trecker von Celle nach Berlin
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Mit dem Trecker von Celle nach Berlin
16:57 25.11.2019
Von Jürgen Poestges
Steffen Timme (links) aus Widdernhausen und Carsten Thies aus Nindorf machen sich mit ihren Treckern auf nach Berlin.
Nindorf

Steffen Timme ist Landwirt aus Widdernhausen. Er ist allerdings in den beiden nächsten Tagen eher schlecht zu erreichen. Gemeinsam mit einigen Kollegen hat er sich in der Nacht zum Dienstag mit seinem Trecker in Richtung Berlin aufgemacht. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagt Timme. „Und wenn sich so viele Selbstständige auf den weiten Weg machen und zwei oder drei Tage im eigenen Betrieb fehlen, dann wird das auch Aufmerksamkeit erregen.“ Ein Teil der Celler Landwirte ist Dienstagmorgen bereits aufgebrochen.

Rund 130 Landwirte unterwegs

Insgesamt sind aus Celle rund 130 Landwirte, Lohnunternehmer, Landmaschinenhändler, Landmaschinenmechaniker, Familienmitglieder und der Landwirtschaft verbundene Menschen auf dem Weg nach Berlin. Davon fahren 63 mit dem Schlepper, die übrigen mit dem Zug von Celle, Eschede oder Unterlüß aus. Ziel ist das Brandenburger Tor, dort findet die Kundgebung von „Land schafft Verbindung“ zwischen 12 und 16 Uhr statt. Die über 10.000 Schlepper aus ganz Deutschland sollen in der Straße des 17.Juni abgestellt werden.

Bundesweiter Bauernprotest

Für Dienstag hat die Bewegung „Land schafft Verbindung“ in der Hauptstadt einen bundesweiten Bauernprotest mit einer Sternfahrt zum Brandenburger Tor angekündigt. In der Initiative haben sich Tausende Landwirte zusammengeschlossen, die mehr Mitsprache in der Agrarpolitik mit neuen Vorgaben zum Umwelt- und Tierschutz und ein besseres Ansehen ihres Berufsstandes in der Gesellschaft verlangen.

"Fünf bis sechs Stunden bis Berlin"

„Wir rechnen mit einer Fahrzeit von fünf bis sechs Stunden bis Berlin. In der Stadt selber wird es dann wohl etwas langsamer vorangehen“, erklärt Timme. Die Schlepper erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 40 bis 50 Stundenkilometern. Auf der Autobahn darf der Konvoi nicht fahren, also geht es über die Bundesstraßen. „Auf der B 188 werden wir sicherlich die Kollegen aus dem Kreis Gifhorn treffen, dann geht es auf der B 5 weiter.“

Die Landkreis-Landwirte, die Dienstag losgefahren sind, übernachten in einer Jugendherberge vor Berlin. „Wir anderen werden das wohl am Abend auch machen, damit wir nicht 24 Stunden hinter dem Steuer sitzen.“

Ob denn diese Aktionen die Verantwortlichen in Bund und Land zu einer Reaktion veranlassen, muss allerdings abgewartet werden. „Auf jeden Fall ist es schon beeindruckend, dass sich so viele Kollegen zusammentun und jetzt auch in der Bundeshauptstadt ihren Protest zum Ausdruck bringen“, sagt Timme.

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