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Bergen Ortsteile Eversen wartet auf den ersten Storch
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Eversen wartet auf den ersten Storch
17:08 20.02.2019
Von Marie Nehrenberg-Leppin
Es werden keine Kosten und Mühen gescheut, um es dem künftigen Dorf-Storch gemütlich zu machen. Mit einem Kran befestigen Mitarbeiter der SVO das Nest aus Eichenholz. Quelle: David Borghoff
Eversen

Auf dem Grundstück von Rüdiger von Borcke steht seit gestern ein kahler Eichenstamm. Auf seiner Spitze thront ein knapp eineinhalb Meter breites Nest aus Eichenholz, Weidenruten und Stahl. Seine Bestimmung? Es soll Störche anlocken und einem Adebar-Pärchen ein neues Zuhause bieten.

In Bleckmar gab's Nachwuchs

Die Gegend rund um Eversen ist bislang nicht gerade als Storchen-Hochburg bekannt. Rund um Bergen gibt es tatsächlich nur in Bleckmar ein bewohntes Nest, das 2016 eingeweiht wurde und im vergangenen Jahr sogar den ersehnten Nachwuchs hervorbrachte. Zuvor war das Terrain über 80 Jahre unbesiedelt. Dabei bringt die Region gute Voraussetzungen mit und ist für die langbeinigen Vögel optimal. "Aufgrund der feuchten Grünflächen haben wir hier genug Nahrung", sagt von Borcke. "Deswegen sind wir guter Dinge und denken, dass die Nisthilfe gut angenommen wird."

SVO hilft beim Aufbau

Das künstliche Nest kostet rund 500 Euro und wird vom "Verein für Naturschutz von Borcke" finanziert, der für dieses Projekt eine Spende von Bürgermeister-Kandidatin Claudia Dettmar-Müller erhalten hat. Ebenfalls beteiligt ist die Celle-Uelzen Netz GmbH (CUN), ein Unternehmen der SVO-Gruppe. Sie übernahm die Transport- und Montagekosten. Insgesamt hat die SVO in den vergangenen Jahren 28 Nistplätze in der Region errichtet. Mit Erfolg: Seit Jahren gibt es einen Storchen-Boom im Celler Land.

Seltener Wintergast

Scheinbar besonders angetan von den örtlichen Gegebenheiten war ein männlicher Storch, der in diesem Jahr sogar im Landkreis überwinterte. "Das ist zwar untypisch, aber nicht dramatisch", verrät Gerhard Papenburg, ehrenamtlicher Storchen-Betreuer. Solange es nicht gerade Dauerfrost gibt, fänden die Tiere ausreichend Nahrung. Sie seien außerdem nicht besonders kälteempfindlich. Der Großteil seiner Artgenossen käme allerdings erst in den kommenden Wochen zurück aus südlicheren Gefilden.

Jetzt heißt es warten

Gestern wurde deutlich, dass sich viele Bürger in Eversen freuen, wenn bald ein Storch das Nest ansteuert. Zu früh freuen sollte man sich aber nicht: "Es kann auch passieren, dass ein Storch hier nur einen Zwischenstopp einlegt und nach ein paar Tagen weiter zieht", erklärt Papenburg. Wenn sich ein Pärchen dann aber tatsächlich niederlässt, seien die Chancen gut, dass sie bleiben. "Störche sind nesttreu", verrät der Experte und fügt hinzu: "Wir werden sehen, was die nächsten Wochen bringen, wir sind auf jeden Fall bereit." (rie)

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