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Bergen Ortsteile Norddeutsches Blechbläserensemble begeistert
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12:54 28.01.2019
Das Norddeutsche Blechbläserensemble überzeugte mit seinem Auftritt in der Sülzer Fabian-und-Sebastian-Kirche. Quelle: Kirsten Pröve-May
Sülze

Es war wie eines der spannenden Handballspiele der deutschen Nationalmannschaft bei der diesjährigen Weltmeisterschaft: Jeder Musiker des Norddeutschen Blechbläserensembles war spitzenmäßig, ob als „Spieler“, Dirigent oder der als Komponist. Das Ensemble, bestehend aus je fünf Trompeten und Posaunenbläsern, einem Horn und einer Tuba plus die beiden Gastmusiker Daniela Brinkmann an der Orgel und Sven Trümper mit Percussions, war ein Team, alle glänzten aber auch in ihren jeweiligen Soloparts.

Unter dem Titel „Airs and Dances“ begann das Konzert in der gemütlichen Fabian-und-Sebastian-Kirche in Sülze mit dem „Feierlichen Einzug“, einem Stück für Bläser, Orgel und Pauke von Richard Strauss. Strauss, eigentlich bekannt für Sinfonien und Opern, hatte dieses Stück im Auftrag des Johanniterordens komponiert.

Danach folgten „Tänze“ von Michael Praetorius (1571 bis 1621). Praetorius, der eigentlich Schulteis hieß, wurde 1594 vom damaligen Herzog in Braunschweig als Musiker engagiert. Das Stück teilte sich in drei Abschnitte: Mal trat das Horn in den Vordergrund, dann wieder die Posaunen und Trompeten. Es war ein Wechselspiel der Instrumente, bedächtige Passagen, dann wieder fröhliche Sequenzen, langsame Teile mit nur einer Posaune und zwei Trompeten. Und trotz der Klangfülle konnte man in der voll besetzten Kirche quasi „eine Stecknadel fallen hören“.

Das nächste Stück, komponiert und dirigiert von Stefan Mey, beschreibt der Musiker als „prägnante Rhythmen, scharfe dynamische Kontraste, einzelne Stimmen treten hervor“. Es folgte lang anhaltender Applaus.

Nach der Vorstellung der einzelnen Musiker erklang die „Playford-Suite“ in neun Sätzen. Diese wurden von Stefan Mey „modernisiert“, wobei die jeweils ersten Takte jedes Satzes im Original zu hören waren. Trotz der Länge dieser Suite, für die vor allem die Musiker einen langen Atem brauchten, war jeder neue Satz voller Abwechslung. Erst ein komplettes Zusammenspiel, dann ein Solo der Orgel, wieder alle Musiker, und nicht nur diese swingten im Takt der Lieder mit. Man konnte gedanklich „sehen“, wie die englische Königin zu diesen Klängen den Raum betritt oder Tänzer in langen Gewändern. Langanhaltender Applaus war die logische Folge.

Das nächste Lied, diesmal kein Tanz, sondern ein Swingstück mit Solotrompeter Christian Fuchs, sowie das folgende „Tico Tico“ als Rumba brachte Stimmung in die Kirche, und neben Applaus ertönten begeisterte „Super!“-Rufe. Das letzte Stück „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847) diente gewissermaßen der Gemüterberuhigung, gefolgt von dem Satz einer Zuhörerin: „Ohne Zugabe kommen die hier nicht raus.“ Sie sollte recht behalten.

Von Kirsten Pröve-May

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