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Bergen Ortsteile Hund greift Mischling und Herrchen an
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17:24 22.01.2019
Von Marie Nehrenberg
Auf diesem Waldweg in Offen eriegnete sich der Vorfall. Quelle: Marie Nehrenberg
Offen

Es waren Sekunden, die ein 67-Jähriger und sein Mischling so schnell nicht vergessen werden. Es war später Nachmittag und die letzte Gassi-Runde des Tages stand an. Nur wenige Meter vom eigenen Garten entfernt, in einem Waldstück parallel zur B3 an der Verlängerung Große Fuhren, hörte er plötzlich Geräusche hinter sich. „Ich nahm nur ein Rascheln wahr und dann spürte ich auch schon eine Bewegung“, sagt der Offener, der namentlich in der Zeitung nicht genannt werden will. „Ein schwarzer Hund, wohl ein Riesenschnauzer, stürmte auf uns zu.“

Hund biss sich fest

Noch während der Hundehalter sich orientierte und die Situation begriff, biss sich der fremde Hund an seinem 13-jährigen Vierbeiner fest. „Er wirkte schrecklich aggressiv und ich hab nur noch gedacht, dass ich meinem Hund helfen muss.“ Und so überlegte er nicht lange und versuchte sich zwischen die beiden kämpfenden Hunde zu stellen. „In so einem Moment denkt man nicht groß nach. Doch dann wurde ich plötzlich zu Boden gerissen“, schildert er die Situation. Während der 67-Jährige in Panik feststellte, dass er am Kopf blutete, kam schließlich der Besitzer des großen Tieres um die Ecke. Seine Bemühungen die Situation zu entschärfen, schlugen im ersten Moment allerdings fehl. So dauerte es weitere quälende, endlos erscheinende Sekunden, bis der Hundehalter seinen Hund unter Kontrolle bekam. „Ich machte ihn auf sein Fehlverhalten aufmerksam“, erinnert sich der Angegriffene. „Ich hab ihm gesagt er solle verschwinden, was er auch ohne Zögern tat.“

Blutende Wunde am Kopf

Wieder daheim stellte er fest, dass er nach wie vor stark am Kopf blutete und machte sich deswegen auf den Weg zum Arzt. „Am Handgelenk hab ich auch etwas abbekommen, das ist stark geschwollen.“ Da dies nicht der erste Vorfall mit dem Duo war, entschied er sich Anzeige zu erstatten. Die Polizei Bergen ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung. „Ich möchte gar kein großes Drama daraus machen, oder mein persönliches Leid in den Vordergrund stellen“, sagt der 67 Jährige. Es gehe ihm viel mehr darum, dass Hundebesitzer aufmerksamer würden. Es gäbe zum Beispiel Schleppleinen, da könne sich der Hund frei bewegen, sei aber im Notfall festzuhalten.

Hund ist wohlauf

Der Mischling hat sich im übrigen ganz gut von dem Vorfall im Wald erholt. „Heute Morgen war er noch ein bisschen durch den Wind und wollte kein Leckerlie“, erzählt sein Herrchen. „Aber jetzt ist er wieder ganz der Alte.“ Um einen Besuch beim Tierarzt kommt der vierbeinige Senior allerdings nicht herum. „Ich möchte auf Nummer sicher gehen, dass es ihm wirklich gut geht“, erzählt er und streichelt seinen treuen Freund, der sich auf seinem Kissen zusammengerollt hat und den traumatischen Spaziergang in aller Ruhe verarbeitet.

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