Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Bergen Stadt Vater des Opfers und Täter legen Revision ein
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Vater des Opfers und Täter legen Revision ein
16:30 06.05.2019
Von Christopher Menge
Im Haus seiner Eltern in Bergen hat Michael G. am 20. März 2018 seine Freundin im Vollrausch erstochen. Quelle: Christian Link (Archiv)
Celle

Weil er seine 18-jährige Freundin aus Hermannsburg im Drogenrausch erstochen hat, ist der 22-jährige Michael G. aus Bergen im Februar vom Landgericht Lüneburg zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren und sieben Monaten wegen vorsätzlichen Vollrausches verurteilt worden. Das Verfahren wird nun bald den Bundesgerichtshof in Karlsruhe beschäftigen. Sowohl der Vater des getöteten Mädchens, der als Nebenkläger aufgetreten war, als auch Michael G. selbst legten Revision gegen das Urteil ein. Das berichtet Gerichtssprecherin Susanne Ehret auf CZ-Anfrage. Zur Begründung könne sie noch nichts sagen, da die Frist noch bis zum 13. Mai laufe.

Nebenklage fordert Verurteilung wegen Totschlags

Die Nebenklage hatte schon beim Prozess vor dem Lüneburger Landgericht eine Verurteilung wegen Totschlags gefordert, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen. Die Maximalstrafe für vorsätzlichen Vollrausch liegt bei fünf Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte für eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten, die Verteidigung für eine Strafe von bis zu drei Jahren plädiert.

Mehrfach auf Opfer eingestochen

Laut Anklage soll G. am Abend des 20. März 2018 im Haus seiner Eltern in Bergen im Drogenrausch in einen psychotischen Zustand geraten sein, dann mehrfach zugestochen und seine Freundin brutal getötet haben. Der Angeklagte hatte sich bis zuletzt auf eine Erinnerungslücke berufen. Er habe mit der 18 Jahre alten Hermannsburgerin gemeinsam LSD konsumiert, dann sei er verletzt in einem Sessel zu sich gekommen.

An Grenze festgenommen

Der aus Usbekistan stammende Angeklagte war nach der Tat zunächst zu seiner nach Russland gereisten Familie geflohen. Nachdem er seine Rückkehr angekündigt hatte, wurde er an der polnisch-russischen Grenze festgenommen.

Schwere Kost erwartet die Besucher einer ganz besonderer Theater-Aufführung. In Bergen wird das Gedenkstück "Spurensuche" auf die Bühne gebracht.

Andreas Babel 04.05.2019

150 Juden und Christen wandern von der Rampe zum ehemaligen Konzentrationslager. Sie wollen erinnern, aber auch warnen.

Marie Nehrenberg 02.05.2019

Traditionell haben die Celler den Mai begrüßt und ihre geschmückten Maibäume aufgestellt. In Wardböhmen wurde ein 18-Jähriger handgreiflich.

Dagny Siebke 01.05.2019