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Bergen Stadt Anlieger sollen entlastet werden
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Anlieger sollen entlastet werden
16:50 03.09.2018
Von Christopher Menge
Bergen, Rathaus Quelle: Thomas Brandt
Bergen

Dieses Rechenbeispiel aus dem Berger Rathaus werden die Anlieger an den entsprechenden Straßen gerne hören: Dank Fördermitteln sollen die Straßenausbaubeiträge für sie sinken.

Normalerweise müssen die Anlieger bei der Straßensanierung, die 500.000 Euro kostet, 375.000 Euro berappen. Die restlichen 25 Prozent trägt die Stadtkasse. Durch Förderprogramme wie „Stadtumbau West“, „Dorferneuerung“, „Ländlicher Wegebau“ und „Leader“ hat die Stadt Bergen aber die Möglichkeit, für einen Großteil der Bauprojekte Fördergelder einzuwerben. Bei einer Förderung von 63 Prozent bleiben in dem Rechenbeispiel nur noch 138.750 Euro für die Anlieger und 46.250 Euro für die Stadt übrig. Und es gibt noch einen Vorteil: "Dem vorhandenen Sanierungsstau kann bei reduzierten Kostenanteilen für Anlieger und Stadt entgegen gewirkt werden", sagt Karlheinz Krüger aus dem Berger Bauamt. "Mit dem Konzept wollen wir eine Strategie und einen Zeitplan aufstellen, wann wir welche Straße anfassen."

Der Bauingenieur hat dabei auch das neue Förderprogramm Dorferneuerung berücksichtigt, bei dem mehrere Orte eine Förderregion bilden sollen. Für Bergen ist geplant, dass die Ortschaften Belsen, Offen, Hassel, Sülze, Eversen und Diesten zu einer Dorfregion werden. Und wie überall in ganz Bergen gibt es hier einige Straßen, die saniert werden müssen. Da wird eine Förderung von 63 Prozent gerne genommen.

Doch eine schnellere und dank Fördermitteln günstigere Umsetzung bedeutet auch mehr Aufwand für die Verwaltung. "Es wird deutlich, dass die zeitgerechte und finanziell nachhaltige Umsetzung nur mit einem zweiten, zusätzlichen Bauingenieur in dem Bereich Tiefbau umgesetzt werden kann" sagt Krüger. Oder anders gesagt: "Die große Chance, die Berger Infrastruktur mit Fördergeldern zu finanzieren und gleichzeitig die Anlieger zu entlasten, könnte mit einem Bauingenieur nur eingeschränkt wahrgenommen werden." Das Rechenbeispiel zeige aber, dass sich die Kosten der Stadt Bergen für einen Ingenieur durch gewonnene Fördergelder finanzieren würden. Hintergrund ist, dass Fördergelder immer bis zu einem bestimmten Stichtag verbaut sein müssen.

Für 2019 sieht das Straßenausbaukonzept im Berger Ortskern Arbeiten an der Kirchgasse und an der neuen Quartiersmitte an der Danziger Straße vor. Außerdem steht die Straße "Hinter den Höfen" in Bleckmar auf der Agenda. Für alle drei Projekte gibt es Fördermittel, genauso wie für den Wanderparkplatz in Wardböhmen. Bemerkenswert ist, dass außer bei insgesamt sechs Straßen in Eversen und Sülze für alle geplanten Straßensanierungen bis 2026 Fördermittel eingeworben werden sollen. So etwas hören die Anlieger sicher gerne.

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