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Bergen Stadt Anne-Frank-Friedenstage in Bergen
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Anne-Frank-Friedenstage in Bergen
16:08 28.06.2010
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Bergen Stadt

Mit den Träumen und Hoffnungen ihrer Vorfahren in Ost- und Westeuropa nach dem Kriegsende am 8. Mai 1945 hatten sich die Teilnehmer der diesjährigen Anne-Frank-Friedenstage in Bergen beschäftigt. Gefühle wie Angst, Liebe und Hoffnung veranschaulichten die Jugendlichen aus den Niederlanden, Polen, Tschechien und Hermannsburg jetzt in einer gemeinsamen Choreographie, die sie unter professioneller Anleitung des Tanzprofis Charles Lukayazo von der Bremer Musical Company einstudiert hatten. „Die Arbeit mit den Jugendlichen hat sehr viel Spaß gemacht“, erklärte Lukayazo. „Das war eine schöne Erfahrung.“

Begeistert von dem Projekt waren auch die Teilnehmer. „Jede Minute hier war fantastisch“, sagte die 17-jährige Radka Machalkova aus dem tschechischen Roznov. Für die multimediale Tanz- und Textshow hatten die insgesamt 40 Jugendlichen aus Roznov, Szubin und Srem in Polen, Hendrik-Ido-Ambacht in den Niederlanden und vom Hermannsburger Christian-Gymnasium auch ausführliche Interviews mit Zeitzeugen aus ihrer Heimat geführt. In kleinen Filmvorträgen sprachen diese über Vertreibung, Angst und Tod, aber auch über Träume und Hoffnungen nach Kriegsende. Freiheit, ausreichend Lebensmittel und Friede standen dabei bei vielen an erster Stelle.

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„Die Gruppen haben ein tolles Projekt auf die Beine gestellt“, erklärte Artur Behr, Oberstudiendirektor i.R. aus Hermannsburg, der die Friedenstage pädagogisch begleitete. „Die Schüler sollten sehen, wie sich Europa entwickelt hat und sich gegenseitig kennen und schätzen lernen.“

Dass dieser Anspruch des Projektes Früchte trug, bestätigte der 17-jährige Philipp Wolters aus Hermannsburg: „Es war eine interessante Woche. Wir haben viel gelernt und nette Leute kennen gelernt.“

Von Birte March