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Bergen Stadt Applaus lässt St. Lamberti erbeben
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Applaus lässt St. Lamberti erbeben
14:15 01.07.2011
"chriation & guests" begeisterten beim Benefiz-Konzert in der Berger St.Lamberfti Kirche. Quelle: Gert Neumann
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Bergen Stadt

Zu großspurig? Nein, und noch einmal Nein. Was die jungen Sängerinnen von „Chriation“ und die Gäste um Star-Sängerin Anna-Maria Schmidt am Samstagabend den Besuchern kredenzten, war tatsächlich beste Konzertkost, angesiedelt zwischen „Gänsehaut-Gefühl“ und aufrüttelnder Kreativität, zwischen Schönheit, Geschmeidigkeit und Kraft von Stimmen und letztlich einer intelligenten Komposition der Lieder- und Sängerfolge. Eine Steigerung war mithin vorprogrammiert, auch wenn dies nach den ersten Stücken schon kaum mehr möglich schien.

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Hertwig ist Profi, einer, der den Chor enorm weiter geführt und geformt hat. Damit sind nicht die stimmsicheren Chor-Solisten Sara Lubowski, Sarah Meier und Rosanna Sciascia allein gemeint, die in „I will follow him“, „Need no cry“ und „Revolution“ vor der Pause und unmittelbar danach in „Ain`t no mountain high enough“ und „Do not pass me by“ richtig zu glänzen verstanden. Der ganze Chor hat einen großen Satz nach vorne getan, ist im Stimmvolumen gewachsen, in der Stimmreinheit gereift und hat auch im Zusammenspiel der Stimmen enorm zugelegt.

Beim vierten Titel des Abends, dem „When the lights go down“, dem ersten von Anna-Maria Schmidt, schienen die Besucher förmlich den Atem anzuhalten. Welch fantastische Stimme, welch Genuss pur! Die Siegerin des ZDF-Musical-Wettbewerbs verzauberte die Gäste mit ihrem Gesang und ließ im „If I ain`t got you“ ein zweites Highlight folgen. Im zweiten Teil des Freitagabends pausierte Schmidt in den ersten fünf Songs, ließ es dann aber nach ihren Soli „I know the truth“ und „Run“ und vereinigt mit den Gastsängern Ines Brandes, Rieke Gehrke, Janina Rätz und Martin Kruse gemeinsam richtig krachen.

Schon beim“ Gospel Medley“ waren die Zuhörer kaum mehr zu bremsen. Als dann „Chriation“ als weiterer Chor dazu stieß, gab es für die Besucher kein Halten mehr. Die Hemmungen fielen. Die Zugabestücke „Matthew 28“, „Will you be here“ und „Oh happy day“ gingen fast unter in den Begeisterungsstürmen, die durch die St. Lamberti-Kirche hallten.

Nicht müde werdend im lang anhaltendem Beifall, im Füßegetrappel und in den Zugaberufen, forderten sie sogar nach 23 starken Vorträgen mehr. Was natürlich nicht möglich war. Denn nach dem Konzert musste die Kirche noch für den Gottesdienst am Sonntagmorgen gerichtet werden.

Von Gert Neumann