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Bergen Stadt "Über allem steht die Stadtentwicklung"
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt "Über allem steht die Stadtentwicklung"
17:22 22.01.2019
Von Christopher Menge
Hier wird eine neue Kita gebaut: Bürgermeister Rainer Prokop vor demehemaligen Wavell Centre in Bergen. Quelle: Oliver Knoblich
Bergen

In 281 Tagen endet die Amtszeit von Rainer Prokop, der seit April 1998 Bürgermeister der Stadt Bergen ist. Bereits in 123 Tagen sind die Bürger aufgerufen, seinen Nachfolger zu wählen, der dann ab 1. November die Geschicke der 14.000-Einwohner-Stadt lenkt. So hat es der 68-Jährige im vergangenen Jahr selbst entschieden. Das Jahr 2019 steht daher im Zeichen des Wahlkampfes. „Das befördert die Fantasie“, sagt Prokop. „Über allem steht aber die Stadtentwicklung.“

Familienfreundlichkeit im Fokus

Denn klar ist, dass die Herausforderungen, die der Britenabzug mit sich gebracht hat, nicht am 26. Mai – also am Wahltag – enden. „Wir haben den Vorteil, dass junge Familien nach Bergen kommen“, sagt Prokop. „Familienfreundlichkeit haben wir uns daher auf die Fahne geschrieben.“ Bei dem Zuzug müsse man in Krippe, Kita und Grundschule investieren.

Soll Hinrich-Wolff-Schule umziehen?

„Ein großes Thema ist die Zukunft der Hinrich-Wolff-Schule. Die ist sanierungsbedürftig“, sagt der Verwaltungschef. Soll man die Schule an gleicher Stelle erhalten, hier sanieren und anbauen, eine Containerlösung installieren oder doch an anderer Stelle neu bauen? Vielleicht auf dem Grundstück der ehemaligen Slim School, wo in direkter Nachbarschaft eine neue Krippe eröffnet worden ist und wo eine neue Kita gebaut wird? „Wenn wir zwei Grundschulen haben, sollten nicht beide auf der gleichen Seite der B3 sein“, sagt Prokop dazu. Demnach käme die Slim School nicht in Frage.

Neue Kita kostet 3,6 Millionen Euro

„Die Entwicklung ist so positiv, dass daraus Herausforderungen erwachsen“, sagt der Bürgermeister. Glücklicherweise stehen viele Fördermittel zur Verfügung. Auch für die neue Kita mit vier Gruppen auf dem Grundstück des ehemaligen Wavell Centres sind die Anträge Anfang des Jahres gestellt worden. Die Baukosten werden auf 3,6 Millionen Euro geschätzt.

Entmietung an der Berliner Straße

Zunächst war geplant worden, die Kita an der Mozartstraße zu errichten. Da waren im vergangenen Jahr die Häuserblöcke abgerissen worden. „Es gibt Gedankenspiele, dass hier jetzt Bauland entsteht“, sagt Prokop. Geplant ist auch, dass an der Berliner Straße 21 Einfamilienhäuser gebaut werden. Doch dafür müssen erstmal die Zeilenbauten mit 154 Wohneinheiten abgerissen werden. Etwa 60 Parteien leben derzeit noch in den Wohnungen. „Wir versuchen gemeinsam sozialverträgliche Lösungen zu finden“, sagt Prokop. Ob bis zum Ende seiner Amtszeit aber tatsächlich schon die Bagger an der Berliner Straße rollen, scheint fraglich.

Bauland in Dörfern bleibt Herausforderug

Immerhin soll aber die Friedensplatz-Umgestaltung zum Abschluss gebracht werden. „Ich freue mich, dass wir endlich die Kirchgasse anpacken“, so Prokop, der aber auch die Dörfer um den Kernort Bergen im Blick hat. „Hier stagniert die Einwohnerentwicklung und ist teilweise abfallend“, so der Verwaltungschef. „Es ist wichtig, dass sich die Dörfer
gut aufstellen, um eine Überlebenschance zu haben.“ Die Fördertöpfe für die neuen Dorfregionen versprechen hier finanziellen Spielraum. Bauland in den Dörfern zu schaffen, sei aber eine große Herausforderung. Eine von vielen für Prokop und seinen Nachfolger.

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