Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Bergen Stadt Bagger macht in Bergen Platz für Kinder
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bagger macht in Bergen Platz für Kinder
17:43 08.01.2018
Von Christopher Menge
An der Mozartstraße in Bergen werden im Rahmen des Stadtumbaus zwei Häuserblöcke abgerissen. Die Stadtverwaltung plant, auf dem Grundstück eine Kindertagesstätte zu bauen. Quelle: Oliver Knoblich
Bergen Stadt

Eine Wasserdüse verhindert, dass es staubt. „Die Bagger sind so leise geworden“, sagt Dankert. „Ich wohne 150 Meter Luftlinie weg und da hört man nichts.“ Auch die anderen Anwohner scheinen sich mit der Baustelle zu arrangieren. Im Rahmen des Berger Stadtumbaus werden zwei Blöcke abgerissen – der rechte wurde in der vergangenen Woche bereits dem Erdboden gleichgemacht. „Wir haben in der Mozartstraße eine andere Situation als in der Danziger Straße“, sagt Frank Bührmann vom Bauamt der Stadt Bergen. Beschwerden habe es hier bisher keine gegeben. Beim Abriss der beiden Hochhäuser auf der anderen Seite der Bundesstraße 3 habe es dagegen Klagen über Staub und Lärm gegeben.

Allerdings sind die Anwohner an der Mozartstraße Baustellenlärm auch schon gewöhnt. Schließlich baut die Lebenshilfe seit dem vergangenen Jahr auf dem Nachbargrundstück eine Wohnstätte, die im Sommer bezogen werden soll. Es entsteht ein zweigeschossiger Neubau mit einer Nettogrundfläche von 1300 Quadratmetern und 24 Zimmern sowie 2 Apartments. Die Projektkosten belaufen sich nach Angaben der Lebenshilfe auf etwa zwei Millionen Euro.

Die neuen Bewohner, die aus Hustedt nach Bergen ziehen, werden dann womöglich bald beobachten können, wie auf dem Nachbargrundstück – an der Mozartstraße 29-34 – eine neue Kindertagesstätte gebaut wird. So sehen es die Pläne der Verwaltung vor. „Wenn wir einen Standort finden, der die Stadtentwicklung voranbringt, erschlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagte dazu Bergens Bürgermeister Rainer Prokop. Die 5027 Quadratmeter große Fläche ist Eigentum der Stadtentwicklung Bergen. Mit Hilfe von Fördermitteln will Bergen den Kita-Neubau realisieren. 2,15 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Durch die Bewohner der Lebenshilfe und durch die Kinder könnte schon bald viel Leben in der Mozartstraße einziehen.

Zunächst steht aber erst einmal der Abriss der beiden Blöcke auf dem Grundstück im Fokus. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt Bührmann. Bis Ende Januar soll auch der zweite Block abgerissen sein. Anschließend werde wie auch bei den beiden Hochhäusern an der Danziger Straße der Keller herausgeholt. „Mitte/Ende März wollen wir hier fertig sein“, sagt Bührmann.

Endlich Urlaub, endlich mal ausschlafen – wenn allerdings in direkter Nachbarschaft ein Hochhaus abgerissen wird, wird dieser Wunsch unsanft zerstört. Morgens um 7 Uhr startet nämlich der Longfrontbagger-Fahrer sein Arbeitsgerät. Sein Job: Die beiden sogenannten Twin Towers an der Danziger Straße in Bergen dem Erdboden gleichmachen. "Es bebt und vibriert, wenn die Steine runterfallen", sagt Nachbar Dirk Rodehorst. "Das ist schon heftig. Am schlimmsten ist aber der Staub."

Christopher Menge 05.01.2018

Weihnachten und Rockmusik – dass das zusammenpasst, zeigte an Heiligabend die „Rock“-Weihnacht in der St.-Lamberti-Kirche in Bergen. Was um 23 Uhr mit klassischem Glockengeläut begann, entpuppte sich kurz darauf als so ganz und gar nicht mehr traditionell: „Purple Monday“, die Kirchenband der evangelischen St.-Lamberti-Gemeinde, ließ es in der Kirche am Berger Friedensplatz ordentlich krachen. Den Gemeindemitgliedern gefiel es – trotz der späten Stunde waren die liebevoll mit Tannengrün und Strohsternen geschmückten Bänke im Kircheninneren fast bis auf den letzten Platz besetzt.

26.12.2017

Zuletzt war es ruhig geworden um den Finanzskandal, doch kurz vor Weihnachten ist die Stimmung in Bergen alles andere als besinnlich. Der Stadtrat hat Bürgermeister Rainer Prokop (CDU) in der jüngsten Sitzung die vollständige Entlastung für die Jahresabschlüsse 2009 und 2010 verweigert. Und mehr noch: Auf Antrag der FDP wurde die im vergangenen Jahr für den Jahresabschluss 2008 erteilte Entlastung in mehreren Punkten zurückgenommen. Das Pikante daran: Prokop hatte im Mai 2016 seine Zukunft als Bürgermeister von der Entlastung abhängig gemacht. Tritt der 66-Jährige jetzt nach fast 20 Jahren an der Spitze der Berger Verwaltung zurück?

Christopher Menge 21.12.2017