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Bergen Stadt Bergen will bei Straßenausbau kreativ sein
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergen will bei Straßenausbau kreativ sein
18:18 25.01.2018
Von Christopher Menge
2014 wurde der Horstweg in Bergen ausgebaut. Einen Bescheid über die Kosten hat Anwohnerin Marianne Matz aber bis heute nicht bekommen. Quelle: Oliver Knoblich
Bergen Stadt

Sie ahnen nur, dass sie einen hohen Betrag von vermutlich mehreren tausend Euro berappen müssen. „Das ist für viele existenzbedrohend“, sagte Matz. „Mit über 60 Jahren bekommt man doch keinen Kredit mehr von der Bank.“ Der Beitrag der Bürgerin zeigte, wie emotional das Thema „Straßenausbaubeiträge“ ist. Bergens Kämmerer Frank Juchert sagte, dass man in Zukunft „im Sinne der Anwohner kreative Lösungen, die vom Lehrbuch abweichen“ suchen wolle.

Juchert zeigte dabei Sympathien für das „Ahnsbecker Modell“, wo mit einem „Straßenausbau light“ versucht wird, die Kosten zu reduzieren. „Die Kanäle müssen dafür in Ordnung sein“, sagte Juchert, „Dann kann man mit 25 Prozent der Kosten eines Neuausbaus den Lebenszyklus einer Straße um 10 bis 15 Jahre verlängern.“ Die Anlieger seien somit über Jahre entlastet. Juchert betonte, dass es Einzelfallentscheidungen brauche, um zu einer vernünftigen und wirtschaftlichen Lösung zu kommen.

In den Sanierungsgebieten seien auch Vollausbauten möglich, weil ein großer Teil über Fördermittel finanziert werden könnte. „Wenn 63 Prozent der Kosten über Fördermittel gedeckt sind, bleiben nur noch 37 Prozent, davon trägt die Stadt ein Viertel“, rechnete Juchert vor. Die Kosten für die Anlieger seien somit erschwinglich.

„Wenn die Anlieger in den Sanierungsgebieten weniger bezahlen, die anderen aber die vollen Kosten tragen müssen, ist das ungerecht“, merkte Christian Böker (CDU) an. Rüdiger von Borcke (SPD) wies daraufhin, dass sich die Gemeinde Ahnsbeck wegen des Straßenausbaus gerichtlich mit dem Landkreis Celle gestritten habe. „Wir sollten das Urteil des Bundesverfassungsgericht abwarten“, sagte von Borcke. Einstimmig wurde das Thema schließlich vertagt.

Für Matz und die anderen Anwohner des Horstweges, der ohnehin außerhalb des Sanierungsgebietes liegt, kommen die Überlegungen so oder so zu spät. Schließlich ist die Sanierung abgeschlossen. Jürgen Patzelt (Grüne) und Böker drängten aber darauf, dass zumindest die Bescheide zeitnah zugestellt werden. „Wir brauchen andere Spielregeln. Man muss die Fristen nicht bis zum Ende ausreizen“, sagte Böker. Spätestens 2019 muss die Stadt Bergen die Bescheide für den Horstweg verschickt haben ...

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