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Bergen Stadt Bürgermeisterwahl in Bergen: Frank Juchert wirft Hut in den Ring
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bürgermeisterwahl in Bergen: Frank Juchert wirft Hut in den Ring
16:54 09.08.2018
Von Christopher Menge
Quelle: Katharina Hoopmann
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Bergen Stadt

„Die Äußerung der Wählergemeinschaft hat mich geehrt und ermuntert, auch Kontakt zu den anderen Fraktionen aufzunehmen, um da für Vertrauen zu werben“, sagt Juchert. Sein Wunsch sei es, breite Unterstützung zu haben. „Außerdem habe ich ein sehr gutes Gefühl, dass ich auf Unterstützung von meiner Partei zählen kann.“

Die CDU, die im Stadtrat die absolute Mehrheit hat, will ihren Kandidaten bei einer Nominierungsveranstaltung Ende Oktober präsentieren. „Anfang nächster Woche bekommen unsere 163 Mitglieder ein Infoschreiben“, berichtet der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Meinecke. „Bis Mitte September können dann alle Vorschläge einreichen oder sich selbst bewerben.“ In geheimer Wahl sollen die Mitglieder dann bei der Versammlung Ende Oktober entscheiden. Der neue Bürgermeister wird im kommenden Jahr gewählt. Der Termin steht noch nicht fest. Der derzeitige Amtsinhaber Rainer Prokop gibt sein Amt zum 1. November 2019 ab.

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„Ich begrüße es, dass die Mitglieder entscheiden sollen“, sagt Dettmar-Müller, die im Gegensatz zu Juchert und Meinecke nicht zum Vorstand des Stadtverbandes gehört. „Ich warte jetzt auf den Brief. Dann werde ich entscheiden, ob ich mich bewerbe.“ Sie sei derzeit ganz entspannt. In Bergen gehen viele davon aus, dass sich Dettmar-Müller, die im vergangenen Jahr CDU-Landtagskandidatin werden wollte, aufstellen lassen wird. Nach großem Streit innerhalb der Kreis-CDU im Vorfeld war sie im vergangenen Jahr dem jetzigen Landtagsabgeordneten Jörn Schepelmann bei der Nominierungsveranstaltung unterlegen.

„Das Wichtigste ist, dass wir einen tollen Bürgermeister bekommen“, sagt Meinecke. „Dann habe ich als Verbandsvorsitzender einen guten Job gemacht.“ Ob er selbst oben stehen würde, sei nicht entscheidend. Fest steht für ihn, dass die CDU einen von ihren 163 Mitgliedern nominieren wird. Wir haben fantastische Leute, die Bürgermeister werden können“, so Meinecke.

Ein CDU-Mitglied hat auf CZ-Nachfrage allerdings schon abgewunken. Bergens Ortsbürgermeister Virendra Singh, der bei der Kommunalwahl 2016 das beste Ergebnis aller Zeiten einfuhr, hat keine Ambitionen, neuer Verwaltungschef zu werden.

Juchert möchte dagegen Bürgermeister werden. Er hat schon konkrete Vorstellungen. „Neben der Stadtentwicklung möchte ich die Wirtschaftsförderung intensivieren“, so der Bewerber, der einen Schulterschluss mit den Gewerbetreibenden anstrebt. Zudem will Juchert ein Thema aufgreifen, das vielen Bergern am Herzen liegt – ein Freibad oder zumindest eine Außenschwimmstelle. "Da lohnt es sich, in die Prüfung einzusteigen", sagt der 51-Jährige.

Das passt auch zu dem Plan, Bergen zu einer familienfreundlicheren Kommune weiterzuentwickeln. „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum für Familien mit Kindern“, so Juchert, der aber auch an die Ortschaften denkt. „Wir müssen anlassbezogene Bauplanungen aufnehmen, wenn junge Menschen in ihren Orten bleiben wollen."

Die SPD, die angekündigt hat, einen Gegenkandidaten aufstellen zu wollen, trifft sich am heutigen Freitag zu ihrer Vorstandssitzung. Vielleicht finden sie ja einen, der im richtigen Moment zu einer Grätsche gegen Juchert ansetzen kann.

Christopher Menge 08.08.2018
Christopher Menge 03.08.2018