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Bergen Stadt Quo vadis, Anne-Frank-Oberschule?
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Quo vadis, Anne-Frank-Oberschule?
06:00 18.04.2019
Der Landkreis prüft derzeit, ob ein Anbau an der Anne-Frank-Oberschule wirtschaftlich ist. Quelle: Oliver Knoblich (Archiv)
Bergen

Im Rahmen seines Wahlkampfes hat sich CDU-Kandidat Frank Juchert Gedanken über die Zukunft der Anne-Frank-Oberschule in Bergen gemacht. "Die Oberschule muss personell und baulich so ausgestattet werden, dass sie Schülern die bestmöglichen Voraussetzungen bietet, um den individuellen schulischen und beruflichen Weg in die Zukunft zu ebnen", sagt Juchert. Wie Landkreis-Pressesprecher Tore Harmening auf CZ-Anfrage mitteilt, prüfe die Kreisverwaltung zur Zeit, ob und inwieweit ein Anbau an der Oberschule Bergen wirtschaftlich vertretbar und sinnvoller sei als die Sanierung und Erweiterung der Außenstelle.

Juchert macht sich für Anbau stark

Juchert hat dazu eine klare Meinung. "Die Beschulung der Oberschule muss in einem Gebäude erfolgen", sagt er. "Den Landkreis fordere ich auf, hierzu die bauliche Erweiterung möglichst schnell zu ermöglichen. Auf Außenstellen sollte so schnell wie möglich verzichtet werden."

Hinrich-Wolff-Schule könnte Außenstelle übernehmen

Schon Anfang des Jahres hatte Juchert von einer "Win-win-Situation" gesprochen, wenn die Stadt Bergen die Außenstelle der Anne-Frank-Oberschule, ehemals Käthe-Kollwitz-Schule, für eine Erweiterung der Grundschule übernehmen und der Landkreis dafür am Stammhaus anbauen würde.

442 Schüler an Anne-Frank-Oberschule

Allerdings hatten die Berger das Angebot der Kreisverwaltung, die ehemalige Käthe-Kollwitz-Schule zu kaufen, zuvor abgelehnt. Daher plant man beim Landkreis jetzt zweigleisig. "Die Räumlichkeiten sind für eine Oberschule nur bedingt geeignet, daher müssen wir entweder die Außenstelle umbauen oder am Stammhaus anbauen", sagte Kreisverwaltungsdirektor Reinhard Toboll im Januar. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen bestehe auf jeden Fall Raumbedarf. Aktuell besuchen 442 Schüler die Anne-Frank-Oberschule. "Bei den Planungen wird die Stadt Bergen beteiligt", sagt Harmening.

Kooperation mit Christian-Gymnasium?

Offen steht der Landkreis-Sprecher einer möglichen Kooperation mit dem Hermannsburger Christian-Gymnasium gegenüber, die Juchert außerdem fordert. "Solche Kooperationen sind vor allem inhaltlicher Art. Wenn hier die Schulen sinnvolle Inhalte entwickeln, unterstützt der Landkreis als Schulträger die Kooperation gern", sagt Harmening. "Genaue Ideen liegen dem Landkreis noch nicht vor." Jucherts Wunsch ist es, dass den Schülern der Oberschule durch die Zusammenarbeit der Weg zum Gymnasium eröffnet wird.

Ganztagsbetrieb ab Sommer wieder möglich

Zudem fordert Juchert die Wiederherstellung des Ganztagsbetriebes. "Der Ganztagsbetrieb setzt eine dafür ausreichende Lehrerversorgung voraus. An dieser ausreichenden Lehrerversorgung soll es nach Mitteilung der Schule fehlen", sagt Harmening. Der Landkreis ist hier aber nicht zuständig. "Wir gehen davon aus, dass die Oberschule Bergen im kommenden Jahr wieder besser versorgt sein wird", sagt Bianca Schöneich, Pressesprecherin der Landesschulbehörde. Grundsätzlich könne dann wieder ein Ganztagsbetrieb angeboten werde. "Die Entscheidung liegt aber bei der Schulleitung", so Schöneich. In der Oberschule selbst war am Mittwoch ferienbedingt niemand zu erreichen.

Schlechte Unterrichtsversorgung an Oberschulen

Fakt ist, dass die Unterrichtsversorgung an der Anne-Frank-Oberschule mit 88,7 Prozent nicht ausreichend ist. An den Oberschulen Winsen (88,2), Lachendorf (84,2) und Hermannsburg (80,0) ist sie allerdings noch schlechter. "Voraussetzung für ein umfassendes schulisches Angebot ist eine pädagogischen Anforderungen gerecht werdende Lehrerversorgung", betont Juchert. "Dafür muss das Land sorgen und die gerade hier in Bergen unzureichende Lehrerversorgung nachhaltig verbessern."

Juchert will jetzt Gespräche mit der Schulleitung, dem Landkreis Celle und der Landesschulbehörde führen. Das Thema wird Bergen über den Wahlkampf hinaus begleiten.

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